M1: 300 - Die Schlacht um Thermoäcker

sparta

Wer sich etwas in Geschichte auskennt oder einfach nur gerne Splatterfilme mit viel Blut und übertriebenem Heroismus schaut -UND- den Leichtsinn besaß, sich am letzten Donnerstag ab 20:30 zufällig in der Goldäckerhalle aufzuhalten, wird jenen denkwürdigen Abend unweigerlich als sportlich-moderne Neuauflage der historischen Schlacht an den Thermopylen in Erinnerung behalten!

Zunächst einmal Entwarnung, der Bodycount an dem Abend war überschaubar und das Schlachtfeld wurde nachher auch ordentlich aufgeräumt. Also alles Tutti.

Aber die restlichen Bedingungen für den Wettkampf waren ähnlich aussichtslos: Durch das Fehlen der an antiken Grippenviren leidenden Infanterieoffiziere Wittum, Seidel, Stollsteimer, dem zuletzt in der Bibliothek von Alexandria gesehenen Gelehrten Docters und dem während der Truppenübung verletzten Nahkampfausbilder Gönner standen die Zeichen auf Niederlage.
"Ein offener Schlagabtausch mit den nach den Reichtümern des HVW trachtenden Persheimern ist aussichtslos - sie sind uns zahlenmäßig weit überlegen und sind einfach eine andere Liga", kommentierte König Leonidas Stammhammer noch vor dem Zusammentreffen. "Immerhin können wir den Ort und Zeitpunkt des Unvermeidlichen wählen - da gibt es keinen besseren Ort als den Pass bei Thermoäcker." Mit diesen Worten stürzte sich Leonidas in die Vorbereitungen.

Um 20:30 ging man also in Kampfformation. "Die Stärke der Hopliten ist aus geordneter Position den Gegner auf Distanz zu halten, und ihm so jede Möglichkeit zu nehmen seine zahlenmäßige Überlegenheit auszuspielen", kommentierte Heeresstratege Hachtel noch kurz zuvor. So stellten sich die wackeren Kämpfer in gut trainierter 3-2-1 Formation den heranrückenden Persheimern. Trotz der schlechten Ausgangssituation sorgte die Zähigkeit Leonidas' Gefolgsleute beim Gegner für einige Überraschung, und man bot ihm gute 30 Minuten parioli. Der Bedingungslose Einsatz sollte aber nicht ohne Verluste bleiben - so wurden die eigenen Einheiten immer wieder in Einzelgefechte verwickelt, von denen sie sich anschließend für 2 Minuten erholen mussten, bevor sie wieder an der Front eingreifen konnten. Zuletzt musste der Berserker Flo "Hightower" nach dem dritten Scharmützel vollends aus dem Kampfgeschehen zurückgezogen werden, um schlimmeres zu vermeiden. Noch dazu kamen die Persheimer Alliierten aus Hegilon und Meitizau, die über die Flanken immer wieder für Überraschungen sorgten und das bitter  erkämpfte Gleichgewicht zu kippen drohten. Das Kommando zog sich im alsdann zur Beratung zurück, um sich über Gegenmaßnahmen der inzwischen ins Feld geführten Persheimer "Unfehlbaren" zu beraten. Diese konnten immer wieder über die Flanken die Linien durchstoßen und stellten unsere Truppe vor Herausforderungen. Sämtliche Maßnahmen schienen dann auch ausweglos - Unfehlbare, Hegiloner und die eigene zwischenzeitliche Unkonzentriertheit schienen die Persheimer zum unvermeidbaren Sieg zu führen. Nach 45 Minuten waren die Linien zerrüttet, alle Reserven schienen aufgebraucht und die Niederlage akzeptiert! "Dies war der Punkt, an dem die Geschichte neu geschrieben werden sollte" rekapitulierte Stratege Hachtel nach dem Spiel. Was passiert, wenn die Truppen aufgerieben, erschöpft und verunsichert sind? Dies ist der Moment für Könige! Leonidas witterte, das er jetzt wie nie zuvor gefragt war. Er nahm das Hand ins Herz und stürzte sich mit letzter Verzweiflung gegen die heranstürmenden Persheimer. Und mit was für einem Effekt! Durch fünf furchtlose Attacken war der Rückstand schnell aufgeholt, die Gegner irritiert und die Hoffnung wuchs! Unterstützt durch Anfeuerungen der Nachwuchstruppen stürzte sich dann auch viel unterschätzte Kommandant der Reserve Hinterkopf ins getümmel, und setze den Persheimern den entscheidenden Stoß. Die Schlacht war gewonnen, mit letzten Gefechten durch schnelle Vorstöße hinter die feindlichen Linien wurde der Gegner am Ende deutlich in die Flucht geschlagen!

"This - is - Sparta!"