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M1 - Reisst euch mal zusammen!

kühe2"Jetzt reisst euch mal zusammen, und helft den anderen in der Deckung aus! Mit der Ballrichtung raus auf den Gegner und zurück, das ist ein Dreieck! Und wir stehn da wie Kühe!"

Dies war nicht etwa das Gebrüll vom Thomas während unseres Spiels, nein, mit diesen Worten wurden wir im "Kuhstall" zu Denkendorf begrüßt, als der Trainer der zwischendurch wohl zu gemächlichen Abwehr der zweiten Männermannschaft des TSV Denkendorf auf die Sprünge helfen wollte. Nun, der Umstand der mit sich selbst beschäftigten Widerkäuer kam unserer zweiten Gesandschaft natürlich gerade recht, denn diese war, wie der Zufall so wollte, als Gegner in eben diesem Spiel zu Gast und sollte siegreich den Stallboden verlassen! Aber auf den selbstangezettelten Vergleich mit Kühen will ich hier auch gar nicht weiter hinaus, vielmehr fasziniert mich die Weitsicht des Denkendorfer Trainers in dieser Sache. Denn lachte man eben noch über Kühe und ein, zwei Bullen, musste man sich eingestehen, dass unser Spiel keinen Fatz besser war als das zuvor gesehene. Trotz eines eigentlich vielversprechenden Aufwärmens sollten wir zumindest für die erste Halbzeit also das Spiel im Kuhstall austragen. Eine Kernkompetenz der gemeinen Kuh muss ich dennoch einmal betonen. Fuchtelt oder fuhrwerkt man mit irgendwas vor einer Kuh herum, oder macht gar den Fehler einfach nur vorbeizufahren, dann reagiert diese darauf angemessen wenig, vielleicht wird gleichgültig irgendetwas vom 4. in den 3. Magen umgelagert. Schlüssel hierbei ist das reagieren, welches, egal wie kümmerlich, immer das Agieren eines anderen Beteiligten voraussetzt. Nehmen wir nun einmal die HSG-Abwehrkühe, und wedeln mit ein paar schnellen Pässen oder Kreuzbewegungen vor ihnen herum, so taten diese genau das, was eine Kuh dann wahrscheinlich auch machen würde: gar nichts.
Darüber hinaus hatten wir zu Spielbeginn eine ähnliche Gruppendynamik wie gleich eine ganze Herde erwähnten Typs. Bezeichnend dabei ist, das das Einzeltier im allgemeinen wenig an seinen Mitkühen interessiert ist und die beschränkte Aufmerksamkeit lieber dem Gras oder anderen interessanten Objekten in unmittelbarer Umgebung widmet. Dieser ebenso einfachen wie fatalen Grundeinstellung nacheifernd präsentierten wir uns also dazu auch noch als Einzelgänger ohne rechten Teamgeist. Nun sah es in der Denkendorfer Abwehr aber auch nicht viel besser aus, so dass man immer irgendwie dranbleiben konnte und das Spiel zwar furchtbar anzuschauen, aber gleichmäßig schlecht war.
Nicht das das Spiel schon müßig genug gewesen wäre, so musste sich der Benni in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit auch noch unglücklich die Leiste zerren. Dies hatte allerdings auch eine erstaunliche Nebenwirkung: Mit einem mal ging ein Ruck durch die Mannschaft und es schien so, also ob man sich zusammenraffen würde. Dieser Effekt hielt leider kürzer an als gedacht, die Gastgeber konnten immer wieder relativ ungehindert durch die Abwehr marschieren und so ging man mit einem 16:14 Rückstand in die Pause.
Nach ausreichender Stärkung an Leckstein und Wassertonne starteten wir mit umgestellter Abwehrformation in die zweite Halbzeit. Keine Ahnung ob es zwischendurch einen Zaubertrank gegeben hatte, aber mit einem mal wurde sich das Team völlig unverhofft seiner Existenz bewusst und nahm eine kleine, aber wirkungsvolle Korrektur von reagieren zu agieren vor. Geradezu einfach konnte man hinten die Bälle holen und vorne einschenken, so dass die zwei Tore Rückstand schnell in zwei Tore Vorsprung verwandelt waren. Man merkte den Gästen dann deutlich die Verunsicherung an, und bis zur 50 Minute hatten wir uns bis auf vier Tore abgesetzt. Aber Vorsicht, die Kuh kaut schließlich auch alles zweimal: Einige zu leichtfertig vergebene Bälle im Angriff konnten sich die Gastgeber durch Gegenstöße zunutze machen, und hinten raus wurde es nochmal arg fitzelig!
Das Rezept für die letzten 7-8 Minuten geht dann etwa so:
Schmeiss die Pille vorne wahlweise dem Keeper in die Griffel oder gleich dem freundlichen Abwehrspieler des Vertrauens in die Hände. Das ganze bitte 3-4 mal, damit der Ausgleich zum 26:26 auch gesichert ist. Danach lege man ein Tor vor und warte bis zur 56. Min, nur um vorne einen technischen Fehler so anzusetzen, dass der Reutter den Ball hinlegen muss. Nun mache dieser sich einer von Kindesbeinen an hinlänglich bekannten Eigenschaft eines mit viel Luft gefüllten Handballs zunutze: Das Prellen! Im vollen Lauf so tun als ob man ihn hinlegt, dann aber doch kurz vorher loslassen um den eben erwähnten Effekt zu erreichen. Dann noch fix mit dem Schienbein den federnden Ball treffen und auf Empfehlung der unparteiischen das weitere Geschehen für 2 Minuten von der Bank aus beobachten. Nun kommt der schwierigste Teil, der aber mit Bravour gemeistert wurde: Die verbleibenden Unterzahlminuten sind mit ausbalancieren der Grenze zwischen Wahnsinn und blindem Aktionismus so zu gestalten, dass man trotzdem zwei Tore Plus macht. Wieder vollständig, muss man im Wechselspiel mit dem Gegner möglichst viele 100%ige Chancen vergeben. Das ganze beende man vergleichsweise unspektakulär mit zwei fehlgeleiteten Pässen des Gastgebertorwarts zum Endstand von 27:29.
Summa summarum konnte man den nötigen Siegeswillen also doch noch abrufen. Und im "Kampf um den 2 Platz" muss so ein Ding auch einfach her!
Nächste Woche gehts gleich weiter, wir begrüßen die Hegensberger bei uns daheim in der Goldäckerhalle um 20:00 Uhr.
Seid also mit dabei wenn das Rennen weiter geht und nicht den Kopf in den Sand, äh, die Trommel stecken!
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Servus, euer @min

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