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Schützenfest im November!

Ganz dem norddeutschem Brauch nacheifernd wurde am vergangenen Wochenende versucht, eine südliche Variante des Schützenfests aufzusetzschuetzenen. Dabei sollten bewusst neue Wege eingeschlagen werden: So konnte sich das bis zuletzt diskutierte Wertungssystem aus 5,7 und 10 Punkten durchsetzen, dessen schärfste Kritiker zuletzt zu starke Ähnlichkeiten mit einschlägigen Fernsehshows für bildungsferne Bevölkerungsschichten bemängelten. Ungewöhnlich auch die inkonsistente Anzeige der Wertungen durch gelbe (5) bzw. rote (10) Pappkärtchen und einer merkwürdigen Fingergeste (7), die man, einmal kontextfrei betrachtet, sonst eher den liberalen jamaicanischen Inselbewohnern zuordnen würde. Komisch auch die Tatsache, das Wettbewerber nach einmal erreichten 10 Punkten vom weiteren Verlauf ausgeschlossen werden.
Wie dem auch sei, als teilnehmende Mannschaften meldeten sich dies Jahr die HSG Frisch-Auf Leinfelden-Echterdingen, der TSV Germania Denkendorf, und völlig überraschend, auch die Brüder der Spielvereinigung Filderblick. Diesen sollte im folgenden noch eine tragische Doppelrolle zukommen, wurde letztere doch durch schlampige Organisation ebenfalls als Jurorenteam festgesetzt.
Als Austragungsort und -zeit wurden der Sportpark am Goldäcker und 18:00 Uhr ausgelost. Damit konnte man zugleich endlich der 2. Garde einen sehnlichen Wunsch erfüllen, die schon immer mal zur Hauptzeit 20:00 Uhr Schützenübungen abhalten wollte.
 
Nun aber zum eigentlichen Wettkampfverlauf!
Nach anfänglichem Geplänkel bei allen drei Teams wurden nur 1-2 mal 5 Punkte für mittelmäßig gelungene Aktionen vergeben, so dass alles auf eine späte Entscheidung hinauszulaufen schien. Da hatten die zahlreichen Zuschauer allerdings die Rechnung ohne den Fähnleinführer Jörg "The Hound" Reutter gemacht! Dieser erzielte nicht nur den ersten Treffer für Frisch-Auf, sondern konnte der Jury in künstlerischer Zusammenarbeit mit dem Fähnleinführer des TSV Germania schon in der 7 Minute eine 10-Punkte Wertung abgewinnen! In diesem Rahmen könnte man dem Schützen fast außerordentliche Siegessicherheit attestieren, führt doch, wie oben erwähnt, der Erhalt der Spitzenwertung zum Ausschluss vom weiteren Wettkampfverlauf.
Die Reaktion des Gegners ließ nicht lange auf sich warten, hatte man doch die Möglichkeiten der zwischenmannschaftlichen Kooperation erkannt. Für die resultierende Aktion des TSV im Verband mit dem Kanonier Schwarz konnten trotz klarem Potential zur Spitzenbewertung wegen halbherziger Durchführung nur enttäuschende 7 Punkte eingefahren werden.
Im folgenden kam es wie es kommen musste, die Brüder der SV Filderblick hatten Probleme nebst Juryaufgabe selbst schießtechnisch aktiv zu werden, und konnten so nur indirekt zu vermehrten Treffern der anderen Teams beisteuern. Noch dazu machten sie ersteren Job leider etwas zu gutmütig, so dass neben inflationär vielen 5-Punkte Wertungen auch 7 Punkte vergeben wurden, für die es zu Opi's Zeiten nichtmal für 5 Punkte gereicht hätte.
In der Zwischenzeit lieferten sich die HSG und der TSV ein hitziges Duell, bei dem die HSG, angestachelt durch die frühe Bestwertung ihres Kapitäns, keinen Zweifel daran aufkommen ließ wer hier das Sagen hatte und eine souveräne Führung am Schießstand herausarbeiten konnte.
 
Nach all diesen Ereignissen vermeldete die Jury unter Berufung auf die zunehmende Knappheit der übrigen 5-Punktekärtchen eine regelkonforme Pause, zu der wir den Zwischenstand von 17:10 festhalten. Auch die Berichterstatter der HSG gehen dabei neue Wege und stellen die eigenen Treffer den addierten Treffern aller anderen teilnehmenden Mannschaften gegenüber; im Detail sah die Wertung zur Pause also 17:8:2 (HSG, TSV, SV) aus.
 
Mit neuen Kärtchen ausgestattet, begann nach einer knappen Viertelstunde Pause die zweite Hälfte des bisher zu juryfokussierten Wettkampfs. Dabei wurde inzwischen auch der Schießstand gewechselt, und es wurden größere Kaliber aufgefahren: Sebastian "Bomber" Volks und Benni "The Dad" Schwarz zeigten ihr können im Artillerie-Sperrfeuer und sichere Treffer im Nahkampf konnten von Olli "The Pain" Haunschild und Jannik "Raging Bull" Strifler erzielt werden. Auch die flinken Stoßtruppen der Flanken waren wie erwartet sehr zielsicher, die Erwähnung der Gebrüder Hachtel kratzt dabei sicherlich nur an der Spitze des Eisbergs!
Doch was war mit den anderen Teams?
Die Gäste aus Denkendorf hielten nach bestem Vermögen auch in der zweiten Partie mit, konnten hier und da gute Treffer landen aber fanden nie so richtig in ihren eigenen Rhythmus.
Zuletzt gelangen auch diesen einige Treffer im Nahkampf, und hier und da konnten Wertungen jenseits der 5-Punkte-Marke eingefahren werden. Ihren Höhepunkt sollten die Germanen nach einer knappen Dreiviertelstunde erreichen, als infolge langer Vorarbeit doch noch das begehrte rote Kärtchen uns somit 10-Punkte eingefahren werden konnten.
Über all diesen sensationellen Ereignissen hatten die Filderblickbrüder auch in der zweiten Wettkampfphase arge Probleme selbst zum Zug zu kommen. So konzentrierten sie sich eher darauf, unverhältnismäßig viele 7-Punkte auf Seiten der HSG zu verteilen, mitunter auch für trivialste Lappalien. Als Beispiele reichen hier völlig das teilnahmslose Herumstehen an der 6m-Schusslinie von Chris "Speedy" Moser oder die hilfsbereite Übergabe des 180mm Geschosses an den TSV nach einem Versehen an der Schießstandaussenlinie, welche neue mit je 7 Punkten völlig überbewertet wurden. Vor diesem Hintergrund sorgte das Ausbleiben mindestens eben so hoher Wertungen für weitaus trickreichere Darbietungen des TSV, wie etwa Schützen im Nahkampf mit dem Gewehrschaft im Gesicht herumfuhrwerken oder die Versorgungstruppe um Vito "Don" Corleone beim Nachladen behindern, für das besondere ausgeprägte Unverständnis des Offiziers Thomas "Bulldog" Neukamm.
Wie letztendlich schon die steile Vorlage vom Fähnleinführer zu Beginn erahnen ließ, konnten sich die Gastgeber bis zum Ende des 60 minütigen Wettschießens klar durchsetzen und wir zählen, für diesen Sport typisch, einen den Wettkampfverlauf angemessen wiedergebenden Endstand von 46:33 bzw. 46:26:7 (siehe oben).
 
Am nächsten Samstag den 17.11 um 20:15 Uhr wird sich das Battallion in der Kunst des Handballspiels üben, und fährt dazu rüber nach Esslingen zur SG Hegensberg-Liebersbronn.
 

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