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F1: Brändles Siebenmeter-Parade bedeutet den Sieg

"Filder-Zeitung", vom 04.10.2011 02:36 Uhr

frauen1_3Handball. Nach dem 24:23 gegen Stetten ist die Erleichterung bei den Frauen der HSG Leinfelden-Echterdingen groß. Von Susanne Degel

Im dritten Anlauf hat es geklappt: Die Handballerinnen der HSG Leinfelden-Echterdingen haben in der Württembergliga ihren ersten Saisonsieg verbucht. 24:23 lautete das Ergebnis gegen den TV Stetten, nachdem die Torfrau Alexandra Brändle 30 Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene noch einen Siebenmeter von Christiane Reimchen pariert hatte. Der Coach Erkan Sener vernahm die frohe Kunde in der Ferne. Er weilte als Trauzeuge auf einer Hochzeit in Hannover und wurde auf der Bank durch den Torwarttrainer Thomas Schneider vertreten.

Vor dem Happyend machten sich die Echterdingerinnen das Leben allerdings selbst schwer. Dass sie nach 30 Minuten lediglich mit 9:8 in Führung lagen, hatte ebenfalls mit dem Thema Siebenmeter zu tun. Dreimal scheiterte das Filderteam vom ominösen Strich: Janika Hummel beförderte den Ball neben das Tor, der Versuch von Kirsten Häusler wurde wegen Übertretens abgepfiffen, und Nina Zeebs Wurf landete am Pfosten. Zudem ließen die Gastgeberinnen phasenweise die Aggressivität in der Abwehr vermissen. So schaffte der Gegner kurz vor der Pause trotz doppelter Unterzahl noch den Anschlusstreffer.

Nach dem Wiederanpfiff kam der Echterdinger Angriff zwar besser in Schwung, die Chancen wurden konsequenter genutzt und auch Hummel behielt fortan bei Strafwürfen die Nerven, entscheidend absetzen konnte sich die Mannschaft allerdings nicht. Der Grund: Stephanie Reimchen und Katrin Stegmaier überlisteten Brändle im HSG-Tor immer wieder von den Außenpositionen. Und eine Wechseloption hatte Schneider nicht. Brändles Teamkollegin Bianca Seerau hatte sich kurzfristig krank gemeldet. Weil obendrein die Feldspielerinnen Caroline Dinkelacker, Anja Zeeb und Marita Dietrich verhindert waren, kam die A-Jugendliche Julia Fehrle zu ihrem ersten Saisoneinsatz in der Württembergliga.

Doch zurück zu Brändle. So sehr sie in diesem Spielabschnitt Schwächen zeigte, so stark präsentierte sie sich in der spannenden Schlussphase. Nicht nur, dass sie den bereit erwähnten Siebenmeter entschärfte, kurz zuvor beim Stand von 23:21 war sie auch im Duell mit Stephanie Reimchen, die nach einem Gegenstoß allein vor ihr stand, Siegerin geblieben.

"Der Sieg ist ganz wichtig für die Moral", sagte Schneider nach vollbrachter Tat. Vor allem am Anfang hatten die eigenen Akteurinnen ob ihres Ligastarts mit 0:4 Punkten verunsichert gewirkt. "Es ist noch viel mehr Potenzial da", konstatierte die Spielleiterin Karin Zeeb. Doch noch schafften es die Beteiligten nicht, ihre guten Trainingsleistungen im Wettkampf umzusetzen. Vielleicht war die Partie am Samstag ein erster Schritt.

HSG Leinfelden-Echterdingen: Brändle; Häusler (3), Schwenke, Docters (5/1), Nina Zeeb (2/1), Hummel (6/3), Kroer (3), Schwarz (5), Fehrle.

TV Stetten: Bölle, Patolla; Kienzle, Hack (1), Eißele (2), Mathias, Stephanie Reimchen (3), Stegmaier (8/5), Heidmann (4), Besemer (1), Steiner (2), Christiane Reimchen (2/2), Wawra, Hörterich.

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