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M2: 30 Minuten, in denen alles schief lief

HSG M12

Kuckuck, na da macht Ihr große Augen, wa? Ja, auch die M2 meldet sich mal mit einem Spielbericht auf der HSG-Startseite. Also zumindest mal so lange, bis sie von anderen Meldungen verdrängt wird. Aber hey, das ist schon in Ordnung, denn so läuft das nun mal im Online-News-Life. Schön, das wäre also geklärt. Dann können wir ja flugs zum Spielgeschehen kommen und diese etwas missglückte Einleitung (der Bericht möchte heute ein wenig Scheitern...) glücklicherweise so schnell wie möglich vergessen.

Es war Heimspieltag-Wochenende am 23. November. Und die M2 dufte an diesem Tag das Vor-Vorspiel zum „mehr-als-notwendig“ spannenden Spiel des ersten Damen-Teams und der darauf folgenden etwas ruppiger geführten 60 Minuten der vierten Männermannschaft bestreiten. Als Gast begrüßte die zweite Garde aus Leinfelden-Echterdingen das Team der HT Uhingen-Holzhausen, ebenfalls in derer zweiten Version. Eine von der Tabellensituation her schwere Partie für die M2, die ihre bisherigen vier Punkte in dieser Saison nur auswärts holen konnte. Höchste Zeit also, die Punkte endlich mal in der Goldäckerhalle zu behalten.

Zwei Auszeiten verändern alles

Für einen großen Teil der ersten Halbzeit bestimmten lange Angriffe die Begegnung, ohne das sonst gewohnt schnelle Spiel der M2. Bezeichnend, dass die ersten beiden Tore für das Heimteam durch die beiden Außenspieler erzielt wurden, die der Angriff geduldig freizuspielen wusste. Zudem schien der junge HSG-Keeper ebenfalls auf dem Posten zu sein, der einen Tempogegenstoß parierte und somit die Zwei-Tore-Führung der M2 festhielt.

Das darauf folgende Tor zum 5:2 - ein in dieser Phase seltenes Beispiel für einen schnellen Angriff und ein ebenso gutes Beispiel dafür, wie man eine zweite Welle ausspielen kann - schloß unser Linksaußen sehenswert mit einem Dreher ab. Auch die Einzelaktion zum 6:4, mit welcher sich Ball wuchtig unten neben den Innenpfosten ins Tor zimmern ließ, machte berechtigte Hoffnung auf den ersten M2-Heimsieg der Saison.

Lediglich in der Abwehr leistete sich der Gastgeber Abstimmungsprobleme, so dass die Führung von zwei bis drei Toren nicht weiter nennenswert ausgebaut werden konnte. Ebenso änderte sich das Spiel auch nicht großartig, sodass das Gästeteam aus dem Göppinger Vorland - eigentlich der klare Favorit dieses Aufeinandertreffens - nicht zum Ausgleich kam. Bis zu diesem Zeitpunkt jedenfalls nicht...

Dann folgten kurz hintereinander zwei Auszeiten, die zur Folge hatten, dass die eine Mannschaft entweder aus ihrem Konzept oder wahlweise die andere in ihres gebracht wurde. Das Spiel war in der 22. Minute angekommen und Uhingen-Holzhausen glich erstmals beim Stand von 10:10 aus. Die erste Führung gelang den Gästen nach einem schönen Kracher, aber auch für diese Liga eher ungewöhnlichen Wurf, zum 11:12. Dem folgte Sekunden später ein weiterer Treffer zum 11:13. Die Partie war gedreht. Mit einem Rückstand von zwei Toren (12:14) ging es für die M2 in die Pause. Ein Ergebnis, das durchaus hätte höher ausfallen können, wenn der HSG-Keeper kurz vor dem Pfiff zur Halbzeitunterbrechung nicht zwei Mal hervorragend reagiert hätte.

Ein wenig Kritik darf sein

Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit begannen die besagten 30 Minuten, in welchen nichts so richtig funktionieren sollte. Zudem hatte das junge Team der HSG natürlich den psychischen Nachteil, nun einem Rückstand hinterherzulaufen, obwohl man bis dahin knapp über 73 Prozent der Spielzeit in Führung lag. Wer aber auf ein Aufbäumen und an ein Anknüpfen an die ersten Minuten der ersten Halbzeit hoffte, wurde enttäuscht. „Die bewegen sich ja auch kaum, so kenne ich das von denen gar nicht“, so der O-Ton aus dem Fanlager.

Gut ins Bild passt eine Szene aus den Anfangsminuten des zweiten Durchgangs, in welcher die Uhinger locker einen Tempogegenstoß ausspielten und den finalen Pass auf ihren nach vorne geeilten Außen brachten, der dort aber bereits mehrere Sekunden ohne Begleitung und sträflich alleine gelassen auf das Anspiel wartete. Hier darf der junge Keeper der M2, an dem in diesem Spiel nur wenig auszusetzen war, seine Vorderleute ruhig auch mal verbal zusammenstauchen.

Über die Zeit häuften sich nun kleinere und größere Fehler, wie beispielsweise das überhastete Abschließen von Tempogegenstößen, Fuß- und Fangfehler sowie unnötige Ballverluste bei eigener Überzahl. So konnte der Gast eine Unterzahl mit 0:2 Toren für sich entscheiden und den Spielstand auf 18:25 weiter hochschrauben. Der Rückstand der M2 vergrößerte sich immer mehr, ein paar Zeigerumdrehungen später stand es sogar 18:28 bei noch siebeneinhalb Minuten verbleibender Spielzeit.

Immerhin zeigte das Team der M2 zum Schluss noch einmal Moral und wollte sich mit einer merklichen Leistungssteigerung und einer nicht noch größeren Tordifferenz aus dem Spiel verabschieden. Das gelang der HSG, auch wenn es nichts mehr einbrachte und man das Spiel - wenn man es über die gesamten 60 Minuten betrachtet - mit einer am Ende okayen (oh ja, das ist tatsächlich ein Wort beziehungsweise ein Adjektiv) Niederlage von 25:33 abgeben musste.

Und nun? Was könnten die Lehren sein? Es gilt nun, diese zweite Halbzeit schnellstmöglich zu vergessen und an die ersten 20 bis 25 Minuten anzuknüpfen und etwas Kontinuität in den Spielfluss reinzubringen. Mund abputzen und weitermachen. Kein Spielbericht kommt ohne platte Floskel aus... Scheitern: Check.

Eine Auswärtstour? Kann man mal machen...

Das nächste Spiel der M2 findet bereits am kommenden Samstag (30. September) auswärts in Neuhausen statt. Um 17:00 Uhr geht es in der Egelsee-Sporthalle 1 gegen die zweite Mannschaft der Neuhäuser - oder Neuhausener? Herrje, wie genau heißt das denn eigentlich richtig? Wenn Ihr‘s wisst, schreibt‘s einfach in die Kommentare, Leute. ;) Jedenfalls geht es gegen das Team, welches in der letzten Saison noch eine Klasse höher gegen unsere M1 gespielt hat.

Und da wir gerade schon beim Thema sind: Ein paar Kilometer weiter im Neckartal hat sich die M1 am gleichen Tag um 20:00 Uhr in der Theodor-Eisenlohr-Sporthalle gegen das zweite Team aus Zizishausen zu beweisen. Beide Spiele versprechen spannend zu werden, denn die M2 möchte bestimmt mal wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung fröhnen und einen Zweier aus einer gegnerischen Halle klauen, was aber alleine beim Blick aufs Tableau keine allzu einfach Aufgabe werden könnte. Gleichzeitig möchte die M1 ihre Aufstiegsambitionen - ebenfalls mit einem Sieg - gegen das Nürtinger Stadtteil-Team untermauern. Schwere Aufgaben für beide Teams, aber für den geneigten Fan ein leicht zu kombinierender Ausflug, der sich lohnen könnte...

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