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M2: 30 Minuten, in denen alles schief lief

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Kuckuck, na da macht Ihr große Augen, wa? Ja, auch die M2 meldet sich mal mit einem Spielbericht auf der HSG-Startseite. Also zumindest mal so lange, bis sie von anderen Meldungen verdrängt wird. Aber hey, das ist schon in Ordnung, denn so läuft das nun mal im Online-News-Life. Schön, das wäre also geklärt. Dann können wir ja flugs zum Spielgeschehen kommen und diese etwas missglückte Einleitung (der Bericht möchte heute ein wenig Scheitern...) glücklicherweise so schnell wie möglich vergessen.

Es war Heimspieltag-Wochenende am 23. November. Und die M2 dufte an diesem Tag das Vor-Vorspiel zum „mehr-als-notwendig“ spannenden Spiel des ersten Damen-Teams und der darauf folgenden etwas ruppiger geführten 60 Minuten der vierten Männermannschaft bestreiten. Als Gast begrüßte die zweite Garde aus Leinfelden-Echterdingen das Team der HT Uhingen-Holzhausen, ebenfalls in derer zweiten Version. Eine von der Tabellensituation her schwere Partie für die M2, die ihre bisherigen vier Punkte in dieser Saison nur auswärts holen konnte. Höchste Zeit also, die Punkte endlich mal in der Goldäckerhalle zu behalten.

Zwei Auszeiten verändern alles

Für einen großen Teil der ersten Halbzeit bestimmten lange Angriffe die Begegnung, ohne das sonst gewohnt schnelle Spiel der M2. Bezeichnend, dass die ersten beiden Tore für das Heimteam durch die beiden Außenspieler erzielt wurden, die der Angriff geduldig freizuspielen wusste. Zudem schien der junge HSG-Keeper ebenfalls auf dem Posten zu sein, der einen Tempogegenstoß parierte und somit die Zwei-Tore-Führung der M2 festhielt.

Das darauf folgende Tor zum 5:2 - ein in dieser Phase seltenes Beispiel für einen schnellen Angriff und ein ebenso gutes Beispiel dafür, wie man eine zweite Welle ausspielen kann - schloß unser Linksaußen sehenswert mit einem Dreher ab. Auch die Einzelaktion zum 6:4, mit welcher sich Ball wuchtig unten neben den Innenpfosten ins Tor zimmern ließ, machte berechtigte Hoffnung auf den ersten M2-Heimsieg der Saison.

Lediglich in der Abwehr leistete sich der Gastgeber Abstimmungsprobleme, so dass die Führung von zwei bis drei Toren nicht weiter nennenswert ausgebaut werden konnte. Ebenso änderte sich das Spiel auch nicht großartig, sodass das Gästeteam aus dem Göppinger Vorland - eigentlich der klare Favorit dieses Aufeinandertreffens - nicht zum Ausgleich kam. Bis zu diesem Zeitpunkt jedenfalls nicht...

Dann folgten kurz hintereinander zwei Auszeiten, die zur Folge hatten, dass die eine Mannschaft entweder aus ihrem Konzept oder wahlweise die andere in ihres gebracht wurde. Das Spiel war in der 22. Minute angekommen und Uhingen-Holzhausen glich erstmals beim Stand von 10:10 aus. Die erste Führung gelang den Gästen nach einem schönen Kracher, aber auch für diese Liga eher ungewöhnlichen Wurf, zum 11:12. Dem folgte Sekunden später ein weiterer Treffer zum 11:13. Die Partie war gedreht. Mit einem Rückstand von zwei Toren (12:14) ging es für die M2 in die Pause. Ein Ergebnis, das durchaus hätte höher ausfallen können, wenn der HSG-Keeper kurz vor dem Pfiff zur Halbzeitunterbrechung nicht zwei Mal hervorragend reagiert hätte.

Ein wenig Kritik darf sein

Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit begannen die besagten 30 Minuten, in welchen nichts so richtig funktionieren sollte. Zudem hatte das junge Team der HSG natürlich den psychischen Nachteil, nun einem Rückstand hinterherzulaufen, obwohl man bis dahin knapp über 73 Prozent der Spielzeit in Führung lag. Wer aber auf ein Aufbäumen und an ein Anknüpfen an die ersten Minuten der ersten Halbzeit hoffte, wurde enttäuscht. „Die bewegen sich ja auch kaum, so kenne ich das von denen gar nicht“, so der O-Ton aus dem Fanlager.

Gut ins Bild passt eine Szene aus den Anfangsminuten des zweiten Durchgangs, in welcher die Uhinger locker einen Tempogegenstoß ausspielten und den finalen Pass auf ihren nach vorne geeilten Außen brachten, der dort aber bereits mehrere Sekunden ohne Begleitung und sträflich alleine gelassen auf das Anspiel wartete. Hier darf der junge Keeper der M2, an dem in diesem Spiel nur wenig auszusetzen war, seine Vorderleute ruhig auch mal verbal zusammenstauchen.

Über die Zeit häuften sich nun kleinere und größere Fehler, wie beispielsweise das überhastete Abschließen von Tempogegenstößen, Fuß- und Fangfehler sowie unnötige Ballverluste bei eigener Überzahl. So konnte der Gast eine Unterzahl mit 0:2 Toren für sich entscheiden und den Spielstand auf 18:25 weiter hochschrauben. Der Rückstand der M2 vergrößerte sich immer mehr, ein paar Zeigerumdrehungen später stand es sogar 18:28 bei noch siebeneinhalb Minuten verbleibender Spielzeit.

Immerhin zeigte das Team der M2 zum Schluss noch einmal Moral und wollte sich mit einer merklichen Leistungssteigerung und einer nicht noch größeren Tordifferenz aus dem Spiel verabschieden. Das gelang der HSG, auch wenn es nichts mehr einbrachte und man das Spiel - wenn man es über die gesamten 60 Minuten betrachtet - mit einer am Ende okayen (oh ja, das ist tatsächlich ein Wort beziehungsweise ein Adjektiv) Niederlage von 25:33 abgeben musste.

Und nun? Was könnten die Lehren sein? Es gilt nun, diese zweite Halbzeit schnellstmöglich zu vergessen und an die ersten 20 bis 25 Minuten anzuknüpfen und etwas Kontinuität in den Spielfluss reinzubringen. Mund abputzen und weitermachen. Kein Spielbericht kommt ohne platte Floskel aus... Scheitern: Check.

Eine Auswärtstour? Kann man mal machen...

Das nächste Spiel der M2 findet bereits am kommenden Samstag (30. September) auswärts in Neuhausen statt. Um 17:00 Uhr geht es in der Egelsee-Sporthalle 1 gegen die zweite Mannschaft der Neuhäuser - oder Neuhausener? Herrje, wie genau heißt das denn eigentlich richtig? Wenn Ihr‘s wisst, schreibt‘s einfach in die Kommentare, Leute. ;) Jedenfalls geht es gegen das Team, welches in der letzten Saison noch eine Klasse höher gegen unsere M1 gespielt hat.

Und da wir gerade schon beim Thema sind: Ein paar Kilometer weiter im Neckartal hat sich die M1 am gleichen Tag um 20:00 Uhr in der Theodor-Eisenlohr-Sporthalle gegen das zweite Team aus Zizishausen zu beweisen. Beide Spiele versprechen spannend zu werden, denn die M2 möchte bestimmt mal wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung fröhnen und einen Zweier aus einer gegnerischen Halle klauen, was aber alleine beim Blick aufs Tableau keine allzu einfach Aufgabe werden könnte. Gleichzeitig möchte die M1 ihre Aufstiegsambitionen - ebenfalls mit einem Sieg - gegen das Nürtinger Stadtteil-Team untermauern. Schwere Aufgaben für beide Teams, aber für den geneigten Fan ein leicht zu kombinierender Ausflug, der sich lohnen könnte...

M1: Ein Spiel, zwei Gesichter

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Am wohl hoffentlich nicht ganz letzten Wochenende mit schönem warmen Wetter - denn zum jetzt anstehenden Wochenausklang braucht zumindest die Stadt Leinfelden-Echterdingen etwas meteorologisch Vergleichbares unbedingt auch! - reiste die M1 einmal quer über die Filderebene nach Scharnhausen. Dort beheimatet die Körschtalhalle die HSG Ostfildern, gegen dessen zweite Mannschaft das vierte Saisonspiel der noch jungen Saison anstand. Und wenn ein paar Tage zuvor das Pokalspiel gegen denselben Gegner nicht deutlich verloren gegangen wäre, hätte von den Vorzeichen her eigentlich alles klar sein sollen: Der Gastgeber aus Ostfildern noch ohne Punktgewinn und die M1 noch ohne Punktverlust in der Liga. Der Pokal schreibt sowieso seine eigenen Gesetze. *Klirrrr!* Und schon fällt die erste Münze in dieses komische Phrasenschwein.

Und wie sagte ein erfolgreicher, bekannter und nicht mehr aktiver Fußballer aus dem Frankenland: „Wäre, wäre, Fahrradkette, so ungefähr - oder wie auch immer.“ *Klirrrr!* Ganz her-vor-ra-gend! Jedoch, auch wenn sich der werte Herr hier natürlich etwas unglücklich ausdrückte und zumindest auch seine humorvolle Seite ungewollt für immerhin neun Worte kurz zum Vorschein kam, ganz unrecht hatte er damit wohl nicht.

Bemüht, aber nicht effektiv

Denn das Team ohne bisherigen Punktgewinn machte es der M1 in der ersten Halbzeit ganz schön schwer. Die Mannen aus Leinfelden-Echterdingen erwischten einen äußerst schlechten Start, lagen schnell mit 2:0 zurück und setzten im Angriff die ersten drei Würfe neben das Tor beziehungsweise auf den gegnerischen Keeper. Auffällig auch, das eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Bällen in den Anfangsminuten nicht gefangen wurde. Technische Fehler in diesem Ausmaß kannte man von der M1 in dieser Saison bis dato nur selten. Den ersten Torerfolg verbuchte das Team dann erst in Minute 4:33 nach einem sehenswerten Kreisanspiel. Danach nahm das Spiel kurzzeitig richtig Fahrt auf, innerhalb von 30 Sekunden schraubte der Gastgeber das Ergebnis von 2:1 auf 4:2 hoch. Ab diesem Zeitpunkt bot sich den Zuschauern in der Körschtalhalle für eine lange Zeit der ersten Halbzeit dasselbe Bild...

Insgesamt wirkte die M1 ab hier unkonzentriert und schien auch eine ganze Weile danach noch nicht richtig im Spiel zu sein. Im Angriff schlich sich immer wieder der ein oder andere unsichere Pass ein, der oftmals zu einem direkten Tempogegenstoß führte. Auch die Abschlüsse, nachdem der Schiedsrichter wegen Zeitspiel den Arm hob, wurden eher überhastet vollendet. Ging dann doch mal ein Ball durch, war meistens der Keeper aus Ostfildern zur Stelle. Man muss dazu auch sagen, dass der Gastgeber in der ersten Hälfte eine starke Abwehr spielte, immer dicht am Mann war und zu viele Rückraumwürfe der M1 runterblockte. Die Spieler hatten im Mittelblock dazu jedoch auch die richtige Größe, man konnte durchaus von einer körperlichen Überlegenheit des Gegners sprechen. Ein probateres Mittel, die kompakte Abwehrreihe zu durchdringen, war das strikte und geduldige Ausspielen der Angriffe, bis der Kreis oder die Außenpositionen freigespielt waren. Der Nachteil: Diese Methode kann durchaus kräftezehrend sein.

Und dies offenbarte sich in der Abwehr. Oftmals hatte man den Eindruck, dass es der M1 an Kraft fehle, um insbesondere die beiden großen Halbspieler in den Griff zu bekommen, die immer wieder hochstiegen und so ein Tor nach dem anderen warfen. Nur selten gelang ein Block, wie beispielsweise in Minute 26. Das machte Mut, doch hier stand es bereits 15:8 gegen die M1. Umso bemerkenswerter, dass sich in den letzten Minuten der ersten Halbzeit anbahnte, was in der zweiten Halbzeit seine Fortsetzung finden sollte. Plötzlich entwickelte das Team einen neuen Willen und hinten aggressiver. Dementsprechend änderte sich auch die Abschlussquote der beiden „Großen“. Vorne ging man nun zielstrebiger mit mehr Mut und demzufolge auch mehr Erfolg zu Werke, so dass der Trainer der Gastgeber zwei Minuten vor dem Pausenpfiff beim Stand von 16:11 eine Auszeit nahm. Der Auszeit folgten noch zwei sehr glückliche Tore des Teams aus Ostfildern, die mit dem 18:11 den Pausenstand besiegelten. Es war klar: Es musste sich was ändern... *Klirrrr!*

Fazit der ersten Halbzeit

Darf man nach der ersten Halbzeit überhaupt schon ein Fazit ziehen? In diesem speziellen Fall wohl schon, denn der zweite Abschnitt sollte sich grundlegend vom Ersten unterscheiden; und genau dieser erste Abschnitt sollte als Negativbeispiel „So nicht!“ nicht in Vergessenheit geraten. Das Bemühen mochte der M1 niemand absprechen, aber es fehlte dem Team an Durchschlagskraft, Mut, Lautstärke in der Abwehr, Bewegung im Angriff und auch zu geringen Teilen an Glück. Darüber hinaus hatte man im ersten Abschnitt einen hochmotivierten Gegner auf der Platte. Warum die M1 in den ersten 30 Minuten so gespielt hat? Eine richtige Erklärung dazu kann uns wohl nur der nahezu gottesgleiche Franz B. aus M. geben: „Der Grund war nicht die Ursache, sondern der Auslöser.“ *Klirrrr!* Donnerknispel, das habe zumindest ich bis hierhin noch nicht gewusst. Kann man sich ja aber mal getrost merken... nicht.

Wie ausgewechselt

Die zweite Halbzeit begann die M1 mit dem quer liegenden Aluminium; satt klang es durch die ganze Halle. Das Schmatzen von beschleunigtem Kunstleder auf kaltem beschichteten Metall hätte sogar die Musik in der Spielstätte übertönen können. Denn zu eigentlich jeder sich bietenden Gelegenheit bewies das Personal in der Halle, dass die Heimspiele der verschiedenen Teams aus Ostfildern mit einer geradezu verschwenderisch dimensionierten Musikanlage begleitet werden.

Trotzdem gehörte das erste Tor der zweite Halbzeit dem Team aus Leinfelden-Echterdingen, die jetzt - so schien es - den Dreh raus hatten. Das komplette Gegenteil der ersten Halbzeit offenbarte sich dem sichtlich verdutzten Gastgeber, der mit solch einer Gegenwehr nach einem Sieben-Tore-Vorsprung zur Pause wohl nicht mehr gerechnet hatte. Die M1 ging nun aggressiv und offensiver in der Abwehr zu Werke und nahm den Gegner früh an. Vorne im Angriff wurden die Spielzüge konzentriert und mit Zug zum Tor ausgespielt. Auch die Rückraumwürfe gelangen nun, Fortuna kehrte endlich wieder auf die Seite der M1 zurück. Der Wille der Spieler, das Spiel noch drehen zu wollen, war so deutlich spürbar, dass das Tempogegenstoßtor zum 19:14 in Minute 34 nach einer starken Parade unseres Keepers bereits auf Höhe der Mittellinie hätte angesagt werden können. Auch nach den in dieser Phase immer seltener gewordenen Gegentoren war die M1 für die schnellen Anspiele flink am Mittelkreis, was im ersten Durchgang beispielsweise noch nicht der Fall war.

So schmolz die Führung der Gastgeber immer mehr dahin. Langsam, aber sie schmolz. Nach zwölf Minuten Spielzeit waren die Leinfelden-Echterdinger bereits zum 21:19 auf zwei Tore herangekommen, was den Trainer der Ostfilderer zur nächsten Auszeit zwang. Den zweiten Abschnitt hatte die M1 bis dahin mir 3:8 Toren klar für sich entschieden. Als dann der Abstand sogar auf ein Tor zum 23:22 verringert wurde und der Gastgeber sich zwei fast zeitgleiche Zwei-Minuten-Strafen einhandelte und somit mit nur noch vier Feldspielern agieren konnte, witterte jeder eine spannende Schlussphase. In diesem Zuge stellte die M1 sogar nach einem wiederum sehenswerten Anspiel auf den Kreis auf 25:25 Unentschieden. Leider überstand die HSG LE ihre darauf folgende Unterzahl nicht ganz unbeschadet und lag nach zwei Minuten wieder mit 27:25 zurück.

In den letzten Minuten nahm das Spiel wieder einen etwas zerfahreneren und hektischen Touch an. Kein Wunder, da ja nun in relativ kurzer Zeit schnell mindestens zwei Tore aufgeholt werden mussten. Dies hatte einen leichten Rückfall in die Spielweise der ersten Halbzeit zur Folge mit überhasteten Pässen und zu schnellen Abschlüssen. Eine Situation, die der Gastgeber auszunutzen wusste und zweieinhalb Minuten vor Spielende mit 30:27 führte. Als letzten taktischen Kniff spielte die M1 nun eine offensive Manndeckung in der Hoffnung, das Ruder doch noch rumreißen zu können. Leider vergeblich. Der Gastgeber konnte ein am Ende knappes Ergebnis über die Zeit retten und das Spiel mit 31:29 für sich entscheiden.

Und die Lehren des Spiels?

Nun, um noch ein formidables Zitat des bereits vorher angesprochenen Hobby-Rhetorikers - nein, nicht Franz B. aus M.! - hier einzubringen: „Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken!“ *Klirrrr!* Aber selbstverständlich nicht, nobler Herr des feinen Wortes. Denn mal ganz davon abgesehen, dass dies wohl eine sehr staubige und zudem noch recht unappetitliche Angelegenheit wäre, macht das beim Team aus Leinfelden-Echterdingen sowieso bestimmt niemand. Denn Gründe, dieses oder Vergleichbares zu tun, gibt es ohnehin nicht. Die M1 hat gerade mal ihr erstes Saisonspiel verloren. Und wenn das Team in den nächsten Spielen bereits die ersten 30 Minuten so zu Werke geht wie es dies in der zweiten Halbzeit in Ostfildern getan hat, besteht - natürlich immer mit einem Hauch Hilfe vom Glück des Tüchtigen - die Möglichkeit, dass nicht mehr allzu viele Niederlagen auf das Konto dazukommen könnten. Denn: „Es ist wichtig, dass man neunzig Minuten mit voller Konzentration an das nächste Spiel denkt.“ *Klirrrr!* Aha! Danke, Chef! Also das ist selbstverständlich das Originalzitat; auf Handball bezogen müsste da ja logischerweise sechzig anstatt neunzig Minuten stehen. Bitte arbeitet hier konzentriert mit!

Die nächste Chance, es besser zu machen, ergibt sich am kommenden Dienstag, den 22. Oktober, um 20:15 Uhr in der Goldäckerhalle. Dann kommt die zweite Mannschaft des TEAM Esslingen zu Besuch. Vier Tage danach reist die M1 bereits nach Nürtingen zum sechsten Saisonspiel.

Doch immer schön der kalendarischen Reihe nach: Denn davor ist erstmal Krautfest. Das Fest, das es in Leinfelden-Echterdingen schon lange vor den Zeiten gegeben hat, als Lothar Matthäus noch mit gleichaltrigen Frauen ausging... Also kurz gesagt: eine Ewigkeit. Und die M1 kann bei hoffentlich formidablen Wetter mit einer Halben statt einem Ball in der Hand auf den Straßen der Stadt in Ruhe verfolgen, was die anderen Mannschaften der Bezirksklasse Esslingen Teck so auf die Kette kriegen. Oder sie lassen es einfach und geniessen das Wochenende. So oder so: Es ist ein gar nicht mal so schlechter und versöhnlicher Ausblick...

Auftaktspiel erfolgreich gemeistert

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Sonntag, 15. September 2019, 15 Uhr Ortszeit Leinfelden-Echterdingen - Nervös startete die zweite Frauenmannschaft der HSG LE in ihr erstes Spiel der neuen Saison. 

Die Gegner: Die erste Frauenmannschaft des TSV Weilheim, gegen die man bereits vor zwei Wochen erfolgreich auf einem Turnier antrat. Zum ersten Punktspiel reisten diese allerdings mit einem deutlichen größeren Kader an, als noch auf dem Turnier. Für die beiden Trainer natürlich ein guter Grund nochmal hervorzuheben, die Gegner nicht zu unterschätzen.

Zum Beginn der Partie war deutlich die Nervosität der HSG-LE Ladies zu spüren. Die Abwehr stand etwas unsicher und auch die ersten zwei Angriffsaktionen konnten nicht erfolgreich abgeschlossen werden. So konnten die Gegnerinnen aus Weilheim in den ersten paaren Minuten erst einmal mit einem 1:3 vorlegen bis die Mädels der HSG ab der fünften Minute so langsam, aber sicher ins Spiel fanden und sich in Führung setzen konnten. Die Abwehr festigte sich und das harte Konditions-Training der Vorbereitung machte sich bemerkbar und man konnte durch die ein oder anderen Konter ein hart umranntes, aber leichtes Tor erzielen. Auch die Torhüterin blieb nicht tatenlos im Tor stehen und holte ein paar hervorragende Paraden heraus. In die Halbzeit ging die HSG dann mit einem 7 Tore Vorsprung – 20:13. Selbstverständlich wollte man in der zweiten Halbzeit nicht nachlassen, was souverän umgesetzt werden konnte. Der Vorsprung konnte weiter ausgebaut werden und bis zum Ende zeigte die HSG-LE eine sehr laufintensive Leistung. Demnach kann man wohl deutlich sagen, dass der Auftaktsieg mit einem Endstand von 36:24 geglückt ist. 

 

Es spielten: E. Wirtz, L. Wittum(2), D. Soldner(1/1), L. Schweizer(4/5), C. Breuning(2), A. Zeeb(3/1), M.. Hinterkopf(10), S. Weninger(3), K. Steckroth, L. Fink, M. Steinlein(4), F. Lieb(Tor)

Favorit HSG Leinfelden-Echterdingen holt sich in Sindelfingen den „Pott“

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© HB Ludwigsburg

Neuer Württembergischer Pokalsieger der Frauen ist die HSG Leinfelden-Echterdingen. Vor 300 Zuschauern setzte sich der Vierte der Baden-Württemberg Oberliga in der Sommerhofenhalle Sindelfingen gegen den Meister der Württemberg-Liga Nord, HB Ludwigsburg, im Endspiel des Kempa Final Four souverän mit 33:26 (16:11) Toren durch. Damit qualifizierte sich die HSG zugleich für die erste Runde im DHB-Pokal (31. August/1. September 2019). Der Pokal des Handballverbandes Württemberg (HVW) geht zum dritten Mal in die „Doppel-Stadt“ auf den Fildern, denn bereits in den Jahren 1985 und 1986 holte der TV Echterdingen – Stammverein der heutigen HSG – zweimal den „Pott“.

Mit der HSG L.-E. setzte sich am Ende die stärkste Mannschaft des Tages verdientermaßen durch. HVW-Präsident Hans Artschwager (Hildrizhausen) nahm die Siegerehrung vor und überreichte den Wimpel. Bis zum 6:6 war das Finale ausgeglichen, dann setzte sich die HSG über 11:6 (20.) zum Halbzeitstand von 16:11 ab. In Durchgang zwei erhöhte Leinfelden-Echterdingen kontinuierlich den Vorsprung und hatte vier Minuten vor dem Abpfiff beim 32:23 erstmals neun Treffer Vorsprung. Am Ende durften die HSG-Spielerinnen und ihr lautstarker Anhang einen sicheren 33:26-Sieg feiern. Am treffsichersten im Finale waren Anke Gehrke (L.-E./8/4) und Milica Vlahovic (6/1) für Ludwigsburg.

Im ersten Semifinale lagen die Gastgeberinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen nach zehn Minuten mit 0:6 Toren zurück, kämpften sich jedoch bis zur Pause auf 12:15 heran. Im zweiten Durchgang setzte Favorit Leinfelden-Echterdingen (aktuell Vierter der Baden-Württemberg Oberliga) seine gesamte Spielstärke und Routine ein, um die „BöSi“-Mädels (Zweite der Landesliga-Staffel 1) am Ende „standesgemäß“ mit 36:23 Toren zu besiegen. Beste Torschützin bei L.-E. war Anke Gehrke (8/3), für Böblingen/Sindelfingen traf Zana Turkalj elf Mal (davon acht Siebenmeter).

Spannend bis zum Schluss war das zweite Halbfinale zwischen dem Meister der Württemberg-Liga Nord, HB Ludwigsburg, und dem Meister der Landesliga-Staffel 2, der TG Nürtingen 2. Der kommende Baden-Württemberg-Oberligist lag nach 20 Minuten mit 5:10 zurück, führte zur Halbzeit dann aber mit 14:13 Toren. Nach der Pause wechselte die Führung ständig, mehr als mit zwei Treffern konnte sich jedoch kein Team absetzen. 51 Sekunden vor dem Abpfiff erzielte Ludwigsburg dann den 26:25-Endstand – auch weil bei den Nürtingerinnen die Kräfte schwanden. Der künftige Württemberg-Ligist hatte am Vortag noch den Pokal im Final Four des Bezirks Esslingen-Teck gewonnen. Beste Werferinnen waren Milica Vlahovic (HBL/10/1) und Sandra Härtl (TGN/7).

Ergebnisse Halbfinale:

HSG Böblingen/Sindelfingen – HSG Leinfelden-Echterdingen 23:36 (12:15)

HB Ludwigsburg – TG Nürtingen 2 26:25 (14:13)

Endspiel:

HSG Leinfelden-Echterdingen – HB Ludwigsburg 33:26 (16:11).

M1: Auswärtssieg als Abschluss einer guten Saison

...an diesem Spieltag konnte alles für die M1 passieren: Nämlich entweder am Ende noch auf dem zweiten Platz zu landen und damit freudetaumelnd in die nächsthöhere Liga zu gehen oder eine gute Spielrunde auf dem dritten Platz abzuschließen und mit diesem Selbstvertrauen die Saison 2019/20 zu beginnen. Man kann durchaus schlechtere Optionen im Sportlerleben haben.

Leider jedoch hatte die Mannschaft aus Bad Urach, mit der sich die HSG ein Fernduell um den zweiten Platz lieferte, auch ein nicht ganz unwesentliches Wörtchen mitzureden. Und genau das taten sie dann auch. Am Tag vor dem Aufeinandertreffen der M1 und der zweiten Mannschaft aus Neuhausen gewannen die Uracher ihr wohl wichtigstes Spiel der Saison auswärts in Weilheim und festigten damit uneinholbar vor der HSG den zweiten Tabellenplatz. Und deswegen auch an dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch an das Team des TSV Bad Urach.

Die zweite Option gezogen

Was bedeutete das nun für das letzte Spiel der Saison; auswärts gegen den TSV Neuhausen II? Im Endeffekt, dass sich für beide Teams in der Tabelle, ganz egal wie das Spiel auch ausgehen mochte, nichts mehr verändern kann. Die HSG zieht die zweite der oben beschriebenen Optionen und kann damit wohl ziemlich gut leben und in der neuen Saison 2019/20 in der Bezirksklasse wieder voll angreifen. Der Mannschaft aus Neuhausen bleibt der bittere Gang in die Kreisliga A, was aber schon vor dem Spiel feststand. Auch hier wünschen wir alles Gute und einen möglichst baldigen Wiederaufstieg.

Einzelaktionen als Highlights

Einen ganz besonderen Leckerbissen konnte man also insgesamt nicht erwarten, und der wurde es auch nicht. Obwohl es im Laufe des Spiels schon die eine oder andere kuriose Szene oder Geschichte gab. Zuvor jedoch fiel der Blick der Zuschauer auf die Bank. Der aufmerksame Beobachter stellte fest: Es fehlten ein paar Spieler der M1 und nur zwölf von ihnen (die Betreuer nicht mitgerechnet) fanden den Weg in die Halle am Neuhausener Egelsee-Sportpark. Es standen also nicht die üblichen ersten Sieben auf der Platte, dementsprechend schienen auch die Aktionen zu Beginn nicht so klar wie sonst zu sein.

Dennoch zeigten beide Teams zu Beginn Zug zum Tor. Die Tore wurden zwar nicht immer geworfen, was zum einen an den beiden Torhütern lag und zum anderen an der schlichten Verfehlung des Zieles, aber zumindest mangelte es nicht an Abschlüssen. Da aus dem Spielfluss heraus bei der M1 nicht allzu viel gelingen wollte, sorgten hingegen Einzelaktionen für Aufsehen. Exemplarisch dafür sei der starke Ballgewinn unserer Nr. 15 am gegnerischen Kreis genannt, der sich trotz ungünstigerer Position frech gegen seinen Kontrahenten durchsetzte. Oder der mutige Durchmarsch unserer Nr. 94 durch die linke Hälfte der Neuhausener Abwehr. Beide Aktionen führten direkt zu Toren.

Trotzdem nahm die M1 beim Stand von 10:11 in der 18. Minute die erste Auszeit des Spiels, denn der allgemeine Auftritt bis hierhin wirkte fahrig im Vergleich zu den vorigen Spielen und konnte den Betreuern auf der Bank nur mäßig gefallen haben. Die Auszeit jedoch zeigte nur bedingt Wirkung, denn in der nächsten Szene waren es zunächst die Neuhäuser, die sich den Ball erkämpften und im folgenden Angriff einen starken Wurf krachend an die Latte des HSG-Gebälks setzten. Kurios allerdings, dass der Rückpraller zur direkten und punktgenauen Einleitung für einen Tempogegenstoß wurde.

Ein Hoch auf das Suspensorium

Der darauf folgende Tempogegenstoß ließ nicht lange auf sich warten und hatte es auf andere Weise in sich. Unser Linksaußen war wie so oft im Verlauf des Spiels mal wieder auf und davon. Allerdings gingen ihm wohl dann in dieser speziellen Szene vorm Tor zu viele Gedanken durch den Kopf, so dass er vermutlich aufgrund der etlichen sich ihm bietenden möglichen Szenarien zum erfolgreichen Abschluss des Konters - und das kann man jetzt schon so „umschreiben“, weil es auch bildlich einfach perfekt passt - dem Torhüter der Gastgeber den Ball sanft, dezent linksdrehend und sehr rücksichtsvoll in den Sack legte.

Es gelang der M1 in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit nicht, nennenswert davonzuziehen. Das hatte zum einen mit einer ungewöhnlich hohen Quote an verworfenen Tempogegenstößen und mit der Abwehr zu tun. Die war abermals viel zu leise, nur ganz vereinzelt gab es zaghafte Ansagen, die Arme nach oben zu nehmen. Und zum anderen mit viel zu schnell abgeschlossenen Angriffen, trotz gelegentlich guten Kreisanspielen, die unsere Nr. 10 verwerten konnte. Da die Mannen aus Neuhausen ihrerseits aber auch nicht so ganz auf das Torewerfen verzichten wollten, pfiffen die beiden Schiedsrichterinnen bei einer knappen Führung für die M1 von 17:18 zur Pause.

Mehr Biss und Spannung

Beide Teams kamen mit einer gehörigen Portion Willen und Entschlossenheit aus den Kabinen zurück. Im Falle der M1 war dies am ehesten in der Abwehr zu erkennen, sie schien stärker und vor allem lauter als noch ein paar Minuten zuvor im ersten Spielabschnitt zu sein. Offenbar wollte man das letzte Saisonspiel doch etwas ernster angehen und nicht einfach kampflos abgeben. Aber auch Neuhausen schien nun konzentrierter zu Werke zu gehen, was dem Spiel in diesen ersten Minuten der zweiten Halbzeit noch einen Hauch von Spannung verlieh. Zusätzlich motivierend für die HSG-Abwehr wirkten ein paar sauber geblockte Würfe des Teams aus Neuhausen, was für noch mehr Lautstärke in der M1-Abwehrreihe sorgte.

Auch im Angriff schien es jetzt runder zu laufen, von der wohl historisch schlechten Abschlussquote der Tempogegenstöße mal abgesehen. Die erste höhere Führung gelang der Mannschaft aus Leinfelden-Echterdingen mit einem schönen Distanzwurf in den langen Winkel, der gleichzeitig das Ergebnis auf 21:25 hochschraubte. Vier Minuten später - zur 46. Minute - folgte gar in Unterzahl durch den schön freigespielten Rechtsaußen das 21:26.

Neuhausen kommt noch mal heran

Doch dann schien es, als wolle es sich die M1 ein wenig gemütlicher machen und schaltete in der Abwehr ein paar Gänge zurück. Die Tore fielen nun auf beiden Seiten wie zeitweise in der ertsen Halbzeit fast im Sekundentakt. Immer wieder trugen beide Teams den Ball schnell nach vorne, wobei in dieser Phase des Spiels die Neuhausener den Torreigen besser nutzen vermochten und in der 54. Minute noch mal auf zwei Tore zum 28:30 herankamen.

Die Entscheidung des Spiels fiel dann 75 Sekunden später, als die M1 mit drei ziemlich schnell aufeinanderfolgenden Toren das Ergebnis auf 28:33 hochschrauben konnte. Die darauf folgende Auszeit der Gastgeber kam zu spät, das Spiel konnte Neuhausen nicht mehr drehen. So ging das allerletzte Spiel der Bezirksklassen-Saison 2018/19 mit 33:36 an die M1 der HSG Leinfelden-Echterdingen. Positiv zu erwähnen wäre noch, das jeder Feldspieler der M1 mindestens einmal den Ball im gegnerischen Gehäuse unterbringen konnte.

Ideen, sich die Zeit zu vertreiben

Und jetzt? Nun, ab jetzt beginnt wieder bis in den Hebst hinein die lange Wartezeit auf die neue Saison. Donnerknispel, was soll man in der Zwischenzeit bloß tun? Man kann sich beispielsweise ja auch mal mit anderen Sportarten beschäftigen. Stellt sich nur die Frage mit welcher. Denn der „Bundesliga“-Fussball der Mannschaft aus der Stuttgarter Region verursacht seit Jahren einfach nur noch kontinuierlich Schmerzen und begünstigt den Wuchs grauer Haare oder wahlweise auch deren Ausfall. Auch beim Basketball wird man derzeit aufgrund der Tatsache, dass Dirk Nowitzki kürzlich sein letztes Spiel nach einer beispiellosen Karriere hinter sich gebracht hat, eher wehmütig und nostalgisch.

Oder aber man macht einfach selber ein wenig Sport, damit einem beim Anblick des Spiegelbildes nicht immer gleich Begriffe wie Sitzsack, Butterberg oder Zellhaufen in den Sinn kommen müssen. Oder es zieht einen nach draußen, wo sich der Sommer ziemlich hervorragend geniessen lässt; und macht beispielsweise die Sachen, die im ersten Spielbericht dieser Saison angesprochen wurden: Zeit auf dem Balkon oder der Terrasse verbringen, wer kann und möchte in den Urlaub fahren, im Freibad faulenzen oder lediglich mit kurzer Hose oder T-Shirt bekleidet bis spät in die Nacht draußen feiern.

Wer sich dann aber doch nicht gleich und ziemlich abrupt vom Handball losreißen möchte, der kann durchaus am 28. April in die Sommerhofenhalle - gibt es nach diesen Zeilen einen noch passenderen Namen? - nach Sindelfingen kommen. Denn dort bestreitet unser erstes Damenteam das Final Four des HVW-Pokals. Es ist spektakelversprechend; und die Spielerinnen würden sich ganz, ganz sicher über reichlich Unterstützung mitgereister Fans freuen. Das setze ich jetzt einfach mal voraus, alles andere wäre ja verrückt...

Was bleibt an dieser Stelle sonst noch zu sagen? Dieser Spielbericht wünscht allen Lesern - für den Fall, dass Sie sich den ganzen Text tatsächlich bis hierher durchgelesen haben sollten oder, vermutlich wahrscheinlicher, gerade erst wieder eingestiegen sind - ein frohes und erholsames Osterfest. Und natürlich daran anschließend ein spannendes Final Four und einen ganz fantastischen Sommer.

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