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Spielberichte Saison 2018 / 2019

 

M1: Das Nachspiel

Weiterlesen ...Der Titel kann zugegeben leicht falsch verstanden werden. „Nachspiel“ bedeutet jedoch in diesem Fall nichts Schlechtes oder gar Bösartiges. Denn am vergangenen Spieltag (3. November) sollte es das erste Mal in dieser Saison sein, dass die beiden ersten aktiven Teams der HSG nacheinander ihre Spiele austragen durften. Und nach dem ziemlich großartigen und spannenden Spiel der Damen, die mit 26:22 den - bis zu diesem Zeitpunkt - punktgleichen Tabellen-Nachbarn aus Heinigen nach Hause schickten, war das Team der M1 an der Reihe. Mit diesem Sieg stehen die Damen übrigens als Aufsteiger aktuell mit 12:6 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Wenn ein profaner Spielbericht wie dieser jetzt Beifall klatschen könnte, er würde es tun.

Im Anschluss daran lief wie erwähnt die M1 aufs Parkett. Es ist ein wenig eigenartig - und auf diesen Gedanken kann man als jemand ohne Einblick in die Interna des Vereins schon mal kommen - dass die BW-Oberliga (4. Liga!) das Vorspiel für die Bezirksklasse Esslingen/Teck ist. Wenn man auf ein Konzert geht, würde man ziemlich aus der Wäsche gucken, wenn die Band, die in großen Lettern von der Eintrittskarte prangt, den Anheizer für die Vorband geben würde. Aber ich schweife ab...

Zurück zum Nachspiel

Wirklich viel zu erzählen gibt es in der ersten Halbzeit nicht. Gegen den Tabellenletzten hätte man eigentlich ein vermeintlich leichtes Spiel erwartet, und im Angriff schien das zu Beginn tatsächlich auch so zu sein. Die gegnerische Abwehr glich meinem Lernmotto damals in der Schule: Mut zur Lücke. Was bei mir natürlich mehr schief als gut ging, gilt in diesen ersten Minuten auch für die Grabenstettener Abwehr. Kein Aufbau der HSG-Angriffe musste komplett von links nach rechts mit Druck durchgespielt werden. Das Loch in der Abwehr des Gegners fand sich einfach zu schnell, und der Torhüter dahinter schien gedanklich noch in der Kabine zu weilen.

Leider aber hatte Grabenstetten außer einer Abwehr auch einen Angriff in die Goldäckerhalle mitgebracht. Und der schien beim munteren Torewerfen ebenfalls mitmischen zu wollen. Jedenfalls stand es nach fünf Minuten bereits 5:5, und jeder kann sich das finale Resultat ausrechnen, falls diese Intensität beibehalten worden wäre. Wurde sie aber nicht, das dürfte auch jedem klar sein. In der Folge hatte der Gegner jedoch das glücklichere Händchen, so dass die M1 beim Stand von 8:12 eine Auszeit nehmen musste. Danach kam man zwar langsam ins Spiel, der Ausgleich zum 14:14 fiel aber erst zur 27. Minute. Der Pausengong - oder besser: gesagt diese unglaublich nervende Hallentröte - erreichte das Spiel beim Stand von 17:18. Es ging also mit einem leichten Rückstand in die Kabine.

Gaspedal im zweiten Abschnitt endlich entdeckt

Der Start in die zweite Halbzeit gelang - wenn man es mal so ausdrücken möchte - überhaupt nicht. Aus dem 17:18 zur Pause machte Grabenstetten sehr schnell ein 17:20. Danach aber drehte die M1 auf, der Gleichstand zur Aufholjagd gelang in der 37. Minute zum 20:20. Die erste deutliche Führung erspielte man sich neun Minuten später beim 29:25.

Leider kam dieses Spiel nicht ohne rote Karte aus. Bei einem schnellen Angriff der Grabenstettener hakte sich einer der erfahreneren Spieler auf Außen geschickt mit seinem Wurfarm bei unserem Abwehrspieler am Sechs-Meter-Kreis ein. Die klare Regelauslegung: rot. Wenn man aber bedenkt, dass unser Abwehrspieler eigentlich noch in der A-Jugend spielt und diese Aktion ein paar Minuten vor Schluss bei einem deutlichen Rückstand passierte, kann man schon mal die Frage stellen: Muss man diese rote Karte tatsächlich so provozieren, auch wenn die Regel sie klar hergibt? Das über weite Strecken gut pfeifende Schiedsrichtergespann konnte die Aktion auch nur mit einem Schulterzucken quittieren, als sie die rote Karte zückten. So sind eben die Regeln, ihnen blieb keine andere Wahl.

Viel eingebracht hatte diese ganze Aktion ohnehin nicht. Der dazu gehörende Siebenmeter wurde stark vom Keeper pariert. Die M1 entschied die paar Minuten danach mit 5:1 für sich, so dass am Ende aufgrund der zweiten Halbzeit ein verdienter 37:29 Sieg auf dem Konto verbucht werden konnte.

M1: Die HSG-Welt (noch) nicht gerettet

Weiterlesen ...Es ist Donnerstag, der 1. November. Also... jetzt explizit heute selbstverständlich nicht. Die Chance, dass heute irgendein anderer Tag ist, ist relativ hoch. Aber das Auswärtsspiel unserer M1 gegen die Zweite aus Dettingen fand am 1. November statt, arbeitet hier bitte konzentriert mit! Und es ist kurz vor 18 Uhr... ihr versteht!? Darüber hinaus ist es tiefster Herbst, und wenn man zu dieser Jahreszeit an genau diesem Tag zu dieser Uhrzeit die B28 von Reutlingen in Richtung Dettingen fährt, ist es schon relativ düster. Lediglich die bereits untergegangene Sonne lässt noch einen kleinen Streifen blaue Helligkeit am Himmel stehen. So sieht es zumindest im Rückspiegel aus. Das spärliche Licht, das von hinten scheint, legt die Umrisse der Schwäbischen Alb frei, die sich direkt vor einem aufbäumt und bedrohlich schwarz anmutet. Bei genauem Hinsehen sind in der Dunkelheit noch vereinzelt Nebelschwaden am Fuße der Berge zu erkennen.

Ein Szenario, als würde man direkt nach Mordor fahren. Das verdient ohne jeden Zweifel das Prädikat „beeindruckend“. Der kleine Abenteurer, der vielleicht irgendwo in jedem von uns wohnt, möchte sofort in das dunkle Gebirge aufbrechen und einen kleinen goldenen Ring in einen mit brodelnder Lava gefüllten Krater werfen.

Wenn man dann aber tatsächlich auf dem Parkplatz der Dettinger Sporthalle aus dem warmen Auto steigt, stellt man sich schon die Frage, wo zum Geier zu dieser Jahreszeit solch hohe Temperaturen herkommen sollen, die Metall tatsächlich zum Schmelzen bringen können. Zumal es auf der Schwäbischen Alb schon seit rund elf Millionen Jahren keine aktiven Vulkane mehr gibt. Wenig heldenhaft, das Ganze. Plötzlich kommt man sich ziemlich klein vor. So kann man die Welt nicht retten. Dann muss man den Ring eben auf dem Wohnzimmertisch liegen lassen und bis zum nächsten Sommer warten. Das dauert zwar etwas, aber immerhin hätten sich dann die Sachen mit der Temperatur und dem Einschmelzen des Ringes von selber erledigt. Frodo hätte das unter diesen Umständen mit Sicherheit nicht anders gemacht, dieses pfiffige kleine Frettchen.

Ich bin ehrlich gesagt nicht so ganz sicher, ob ich die Geschichte von Tolkien so einigermaßen korrekt wiedergegeben habe. Die Filme habe ich zuletzt gesehen, als sie ins Kino kamen. Also vor rund 18 Jahren. Seitdem nicht mehr. Mittlerweile bin auch ich älter geworden, und da hat man eben einfach nicht mehr die ganz große Lust, sich drei dreieinhalb Stunden lange „Filme über die Schmucktransporte von Lilliputanern reinzuziehen“ [1]. Die dafür aufgewendete Zeit bekommst du nie wieder zurück.

Gute Vorzeichen

Kommen wir also vom gedanklichen Versuch die Welt zu retten zu etwas vollkommen Anderem und Rationalem: Ein Handballspiel in der Bezirksklasse Esslingen/Teck. Und zwar eines, das von den rein tabellarischen Vorzeichen richtig gut hätte werden können. Denn bisher hatte die M1 in dieser Saison gegen jedes Team gewonnen, das in der Tabelle vor ihnen stand. Gegen Dettingens Zweite hingegen lag man nach 13 Minuten leider bereits mit 10:4 zurück, was den Trainer zur ersten Auszeit zwang. Bis dahin hatte er zu viele Lücken in der Abwehr und zu viele verworfene Bälle im Angriff gesehen. Dettingen machte dem Gast das Abwehrleben durch schnelles Positionsspiel und konsequent ausgespielte Spielzüge schwer. Zudem war unsere Abwehr sehr leise, verbale Kommunikation war zumindest auf der Tribüne nicht zu hören. Nach der Auszeit besserte sich das Spielgeschehen etwas. Platzierte Würfe aus der Distanz und ein nun besser aufgelegter Torhüter schien nun das Rezept zu sein und ließ die HSG einen Spielstand von 13:5 zumindest zu einem 13:9 aufholen. Zur Halbzeit ging es mit 16:11 in den Untergrund der Dettinger Sporthalle.

Offenbar Dampf in der Kabine

So ganz genau weiß man natürlich nicht, was zur Halbzeit in der Kabine abging. Was auch immer es war, es zeigte Wirkung: Zu Beginn des zweiten Abschnitts sahen die Zuschauer energische Ballgewinne durch die HSG, die sofort von der Mannschaft und den Zuschauern - natürlich sofern HSG-Fans - frenetisch mit Jubel quittiert wurden. So muss das! Dazu traute sich das Team der M1 im Angriff den ein oder anderen schönen Spielzug zu. Leider blieb der vier bis fünf Tore Rückstand in dieser Phase bestehen, da auch die Dettinger ihrerseits nicht aufs Tore werfen verzichten wollten und dann doch zur 47. Minute bereits mit 24:17 davon gezogen waren. Zehn Minuten vor Schluss nahm die HSG in den Angriffen den Torhüter aus dem Spiel. Auch diese Maßnahme brachte nicht den gewünschten Erfolg, da Dettingen im Angriff trotzdem Tor um Tor warf und zu den richtigen Zeitpunkten die Angriffe clever und lange ausspielten. Dass man der M1 trotz allem den Willen und zumindest in der zweiten Halbzeit die Einstellung nicht absprechen konnte, zeigte einer der letzten Tempogegenstöße, der erfolgreich zum 28:22 abgeschlossen werden konnte. Am Ende stand ein 32:24 zu Ungunsten der M1.

Sportlich über das ganze Spiel und auch mit der notwendigen Neutralität betrachtet hat das bessere Team an diesem ersten November-Abend des Jahres 2018 gewonnen. Ein paar Prozent waren es, die die Mannschaft aus Dettingen individuell stärker war. Vor dem Rückspiel braucht sich die HSG aber auf gar keinen Fall zu verstecken! Und die Chance, es besser zu machen, bot sich nicht mal zwei Tage später im Heimspiel gegen Grabenstetten. Und sie haben es besser gemacht...

[1] Zitat Torsten Sträter

F2: Ein Spiel zum Vergessen

Weiterlesen ...LE, 06.10.2018, 16.00 Uhr

Nach einer sehr trainingsarmen Woche, traf man auf einen lauffreudigen Gegner. Trotz voller Bank wurde spärlich gewechselt. Manchmal gibt es eben Spiele, bei denen nichts, wirklich rein gar nichts läuft und so war es bei uns am Samstag. Vorne Ideenlos und hinten ohne nötige Aggressivität. Nachdem man gemerkt hat, dass das, was man gerade tut, weder hinten, noch vorne was bringt, sollte man entweder was im Angriff oder in der Abwehr ändern. Leider beherzigten weder Trainer, noch Spielerinnen diese Idee und so spielten wir weiter drauf los, ohne etwas zu ändern. Dementsprechend hat die HSG das Spiel mit 19:32 verloren.

Nachdem man am Montag schon gemeinsam auf dem Wasen war, nahm man diese Stimmung wenigstens in die dritte Halbzeit mit. Vielen Dank auch hier an Nicole Bergwanger fürs Aushelfen.

Es spielten: I. Lieb, F. Lieb (beide Tor), Wirtz (2), Wittum, Soldner (1), Schweizer, Knoll (3), Mitic,  Dinkelacker (4), Bergwanger (3/1), Hinterkopf, Steckroth (1), Fink (1), Steinlein (4)

F2: Pech im Rundenspiel - Glück im Pokal

Weiterlesen ...Weilheim, 27.09.2018, 19.15Uhr – Selbstvertrauen tanken

In der ersten Halbzeit war das Spiel noch ausgeglichen. Mit einem Stand von 12:13 verabschiedete man sich in die Kabine.  

Die ersten 5 Minuten der zweiten Hälfte glichen der ersten Hälfte. Die volle Bank auf Seiten der HSG ermöglichten dem Trainer Spielerinnen variabel einzusetzen und die Kräfte aller optimal zu portionieren. So zeigte sich die HSG im besseren Licht und erarbeitete sich Stück für Stück die Führung von 6 Toren. Trotz des Vorsprungs war man sich sicher, dass man nun nicht nachlassen durfte. Zu oft hatte man in der Vergangenheit bereits Führungen hergeschenkt und gewonnen geglaubte Spiele aus der Hand gegeben. Doch dieses Mal behielt die HSG Ruhe und Konzentration. Auch den letzten, der drei 7-Meter hielt unsere Franzi suverän und behält eine 100%-Quote beim 7-Meter-Halten.

Vielen Dank an dieser Stelle für das Aushelfen von Marie Elsäßer und Carlina Luft.

Es spielten: Lieb (Tor), Wittum, Soldner (1), Schweizer, Luft (9/2), Dinkelacker (1), Breuning (2),  Zeeb (4), Hinterkopf (1), Steckroth (1), Elsäßer (7), Fink (1), Steinlein (1)

F2: Ver-Derby

Weiterlesen ...Vaihingen, 29.09.2018, 19.30 Uhr - Nach dem starken Auftreten und dem Pokalsieg in Weilheim landet die zweite Frauenmannschaft aus Leinfelden-Echterdingen wieder auf dem Boden der Tatsachen. In Vaihingen verliert die HSG gegen den SV Vaihingen mit 20:24. Vor dem kommenden Spiel am Samstag ist nun also Wunden lecken angesagt.

Dennoch war es die HSG, die zu Beginn besser ins Spiel fand und die Partie eröffnete. Vaihingen ließ nicht lange auf sich warten und so konnte sich bis zur 10. Minute keine der beiden Mannschaften absetzen. Geprägt von technischen Fehlern auf der Vaihinger Seite war es der HSG vorbehalten sich einen Vorsprung von 7:10 bis zur 25. Minute zu erarbeiten. Das Resultat hätte noch deutlicher ausfallen können, doch es scheiterte meist an der großen Torfrau Vaihingens, die (vor allem auf Außen) große Winkel kleinmachte. Nach und nach schlichen sich wieder technische Fehler ein, die Vaihingen nutzte und damit sogar in Führung ging. Bei einem ausgeglichenen und spielgerechten Stand von 10:11 wurden die Seiten gewechselt.

Vaihingen erwischte den besseren Start in die zweite Halbzeit und konnte ihren Vorsprung bis zur 46. Minute auf 15:19 ausbauen. Natürlich wäre es kein spannendes Lokalderby, wenn Vaihingen einfach so gewonnen hätte. Bis zur 55. wurde der Ausgleich wieder hergestellt und die Anzeigetafel zeigte 19:19 an. Danach hatte die HSG Mühe, das Angriffsspiel strukturiert aufzubauen und hinzu kam, dass in der Abwehr die benötigte Körpersprache fehlte.

Vier Minuten vor Schluss sah sich der Trainer der HSG zu einer Auszeit gezwungen. Die Ansage: Hinten zu machen, vorne rein machen – war genauso wenig aussagekräftig, wie die HSG dann auch gespielt hat. 1 HSG Tor  stand in den letzten 5 Minuten 5 Toren Vaihingens gegenüber. Zu wenig, zu schwach, verloren – mit 4 Toren. Ohne Kampf und Aggressivität bekam die HSG keinen Zugriff mehr auf die Gastgeber. Wichtig wird nun sein, sich weiterhin auf die eigenen Stärken zu besinnen und intensiv am Abwehrverhalten zu arbeiten, da Körpersprache und Aggressivität zum Schluss zu wünschen übrig ließen.

P.S.: Vielen Dank an die zahlreichen Fans, die uns lautstark angefeuert haben.

Es spielten: I. Lieb, F. Lieb (beide Tor), Wirtz (3), Wittum, Soldner, Schweizer (2/2), Mitic (4), Dinkelacker (5), Breuning, Hinterkopf (1), Steckroth (3/1), Fink, Steinlein (2)

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