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M1: Mehr Gegenwehr erwartet

Was hätte das für ein enges Spiel werden können; die Voraussetzungen dazu waren durchaus gegeben: Zwei Mannschaften, die drei Spieltage vor Ende der Runde punktgleich den dritten Platz für sich behaupten wollen. Und zumindest im ersten Viertel des Spieles sah alles danach aus, als könnten die nächsten 45 Minuten noch ziemlich spannend werden und ein zu diesem Zeitpunkt nicht vorhersehbares Ende nehmen. Selbst Kenner der M1 und alteingesessene Experten konnten sich nicht einvernehmlich auf den Ausgang des Spieles einigen. Bei manchen färbte wohl das parallele Fan-Dasein zum Verein für Bewegungsspiele aus Bad Cannstatt negativ auf die abgegebene Prognose ab. Wer kann es Ihnen verdenken? Was dann allerdings – und insbesondere in der letzten Hälfte der ersten Halbzeit – passierte, war tatsächlich nur sehr schwer vorhersehbar.

Verletzung zu Beginn

Doch der Reihe nach: Und diese Reihe beginnt leider mit einer weniger guten Nachricht, denn unsere Nr. 5 Tim verletzte sich in den ersten Minuten des Spiels. Einem sofort nach dieser Szene anschließenden Besuch im Krankenhaus später stand die Diagnose fest: Der große Zeh des rechten Fußes ist ausgekugelt. Somit wird Tim in dieser Saison leider nicht mehr auflaufen können. An dieser Stelle gehen natürlich die besten Wünsche für eine schnelle Genesung an den Unglücksraben.

Zurück zum Spiel: In der Anfangsphase schenkten sich beide Teams nichts, es ging hart aber dennoch einigermaßen fair zur Sache. Bis zum Stand von 8:8 in der elften Minute glichen sich die Mannschaften immer wieder aus, die Führung variierte kontinuierlich von der einen zur anderen Seite mit einem Tor Unterschied. Die Zuschauer bekamen am Anfang das zu erwartende Spiel mit Toren am Fließband zu sehen, was von den Rängen auch großartig unterstützt wurde.

Die Entscheidung

Und dann schlug die Stunde unserer Nr. 22. Mit zwei blitzsauberen Tempogegenstößen brachte er die M1 erstmals nennenswert in Führung. Den ersten Vier-Tore-Vorsprung sicherte unser Kreisläufer mit einem ebenso schnell nachgelegten Tor zum 12:8. Und auch der HSG-Keeper schien nun endlich am Spielgeschehen teilnehmen zu wollen. Mit katzenhafter Agilität fischte er einen Tempogegenstoß der Dettinger aus der Ecke und sicherte so dem Team und auch sich selber mehr Selbstvertrauen.

Ein Selbstvertrauen, das sowohl gute als auch weniger gute Aktionen zur Folge haben sollte. Denn im Angriff mehrten sich nun für ein paar Minuten vorschnell abgeschlossene Aktionen, zu oft verfehlte das Spielgerät sein eigentliches Ziel. Wobei... könnte es auch eventuell sein, dass in dieser Phase etwas zu viel Harz am Ball gewesen war? Man weiß es nicht. Im Gegensatz dazu schien das gewonnene Selbstvertrauen unserem Spieler mit der Nr. 22 auf dem Jersey richtig gut zu tun. Abermals verwandelte er pfeilschnell einen Tempogegenstoß. Ihn dabei aufzuhalten könnte man dem Versuch gleichsetzen, in der Wüste zu tauchen. Geht schon mit einer gewissen Anstrengung, tut aber nicht gut, ist sinnlos und darüber hinaus auch selten dämlich.

Der besagte Tempogegenstoß markierte bereits die relativ deutliche Führung von 18:10. Obendrauf kam nun auch Pech für den gegnerischen Torhüter hinzu, der einen Abpraller von seinem linken Torpfosten so unglücklich an die Ferse bekam, sodass dieser doch noch den Weg ins Tor fand. Ein echtes Kacktor, dass aber so passiert, wenn sonst aber auch mal so gar nichts zusammenlaufen möchte: Dettingen hatte zu diesem Zeitpunkt zwölf Minuten das Tor nicht mehr getroffen. Also das unserer M1, bitte arbeitet hier konzentriert mit! Erst zum 19:11 in der 28. Minute des Spiels klingelte es wieder im Netz des Gastgebers.

Zu diesem Zeitpunkt schien die Gegenwehr des Gastes jedoch gebrochen. Eigentlich kaum zu erklären, denn tabellarisch hatten beide Mannschaften vor dem Spiel dieselbe Punktzahl auf dem Konto. Zudem hatte Dettingen das Hinspiel Anfang November 2018 nach ziemlich guter Leistung mit 32:24 gewonnen. Mehr Gegenwehr wäre daher durchaus zu erwarten gewesen, zumal im Handball der direkte Vergleich mehr Bedeutung hat als beispielsweise beim Fussball. Am Ende der ersten 30 Minuten schickte der Schiedsrichter, der die Partie gut im Griff hatte, die beiden Teams mit dem Kurz-vor-Heiligabend-Ergebnis von 23:12 in die Kabinen.

Kurz abgehandelt

Was bleibt zur zweiten Halbzeit groß zu sagen? Sie begann, wie der erste Abschnitt des Spiels endete: Das Geschehen setzte sich fort und die HSG zog langsam aber sicher Tor um Tor davon. Immerhin bekam der zweite Torhüter der M1 die Gelegenheit, sich über einen längeren Zeitraum auszuzeichnen. Und diese nutzte er auch ganz vortrefflich. Mehrmals verwehrte er dem Gästeteam durch scheinbar anatomische Unmöglichkeiten das ersehnte Erfolgserlebnis. Lediglich bei Siebenmetern blieb er glücklos.

In der 59. Minute fiel das 40ste Tor für die M1. Und wem sollte es eher vorbehalten sein, in diesem Spiel diesen dazu noch wunderschönen Treffer zu erzielen, als unserer Nr. 22? Generell lieferte er an diesem Samstag ein starkes Spiel ab. Wenn es eine Kategorie „Spieler des Spiels“ geben würde, dieser Bericht hätte da einen Vorschlag...

Am Schluss stand das Endergebnis von 41:27. Der erste Heimsieg in 2019. Da dieser Bann nun gebrochen ist, dürfen in diesem Jahr meinetwegen noch etliche weitere davon folgen!

Noch Chancen?

Ob sich durch dieses Ergebnis doch noch die zugegeben etwas dünne Luft des Aufstiegs schnuppern lässt ist fraglich. Das hängt natürlich in erster Linie von den Ergebnissen der letzten beiden Spiele ab; diese sollten nämlich tunlichst gewonnen werden. Gleichzeitig darf der Tabellenzweite – die Mannschaft aus Bad Urach – keines der letzten beiden Spiele mehr gewinnen. Da wir tabellarisch gesehen das vermeintlich leichtere Rest-Programm haben, sollte zumindest mal die Hoffnung sowie der Wille nicht ganz gewichen sein.

Zum nächsten und letzten Heimspiel der Saison in der Goldäckerhalle lädt die M1 am 6. April um 20:00 Uhr. Dann ist die zweite Mannschaft des Teams aus Esslingen zu Gast. Lecker Bier, Kaffee und Futter wird es vermutlich auch geben. Wenn es dann auch noch eine ähnliche Unterstützung wie in der ersten Halbzeit gegen Dettingen gäbe, was sollte einem gelungenen Abend dann noch groß im Weg stehen?

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