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M1: Steigerung im zweiten Abschnitt

Der vorabendliche Samstagsausflug nach Uhingen sollte sich für die M1 der HSG Leinfelden-Echterdingen dann doch noch lohnen. Denn aufgrund der ersten Halbzeit war nicht wirklich abzusehen, was der Tabellenstand beider Teams vor dem Spiel erahnen ließ: Nämlich ein klarer Auswärtssieg. Viel zu fehlerhaft und unruhig schien es auf beiden Seiten zuzugehen, sodass sich die Teams größtenteils egalisierten. Ein Spiel, das sich dann aber in der zweiten Halbzeit stellenweise in jeder Hinsicht steigern sollte.

Zu Beginn jedoch war bei keinem der beiden Teams erkennbar, was per Definition auf eine konstante Leistung zutreffen könnte. Lediglich der HSG-Torhüter sorgte in den ersten Minuten für etwas Kontinuität und sicherte so bis zur zehnten Minute den Zwei-Tore-Vorsprung für die M1. Die laut Spielberichtsbogen rund 40 Zuschauer in der Haldenberghalle in Uhingen schienen bemerkenswert ruhig zu sein, deswegen war auf den Rängen relativ leicht mitzubekommen, wie laut die beiden Abwehrreihen zu diesem Zeitpunkt waren. Nämlich so gut wie gar nicht. Absprachen schien es nur sporadisch zu geben, dementsprechend viel ließen beide Mannschaften zu.

Führung, Ausgleich, Rückstand

Lag die HSG wie bereits erwähnt zur zehnten Minute mit zwei Toren in Führung, so konnten die Uhinger diesen Spielstand bereits zwei Minuten später zum 4:4 ausgleichen. Auf der anderen Seite stellte die M1 dann relativ schnell den alten Abstand wieder her. Dies gelang mit einem schönen Kreisanspiel, welches unsere Nr. 10 in Bedrängnis nicht weniger schön mit der „Rückhand“ zum 8:10 verwandelte. Zur 18. Minute stand es plötzlich wieder 10:10, keiner wusste so richtig, warum. Die erste Führung für die Gastgeber schien die logische Konsequenz zu sein, da diese für ein paar Minuten besser ins Spiel fanden. Die Führungen zum 11:10 und zum 12:11 blieben dann aber auch die einzigen beiden Male, in welchen Uhingen sich auf dem Tableau einen Vorteil erspielen konnten.

Siebenmeter sorgt für Gleichstand

Erst zwölf Sekunden vor dem Halbzeitpfiff führte die M1 durch einen Tempogegenstoß wieder mit einem Tor beim 12:13. Dass es trotzdem mit einem Unentschieden in die Pause ging, lag an einem Siebenmeter für Uhingen in der letzten Sekunde, den man so vielleicht nicht unbedingt geben müsste. Später in der zweiten Halbzeit gab es eigentlich exakt dieselbe Situation an der gleichen Stelle. Dieses Mal blieb der Pfiff jedoch aus. Somit schickte der Schiedsrichter beide Teams beim Stand von 13:13 in die Kabinen. Aufgrund des Spielverlaufes ein gerechtes Ergebnis, über welches sich niemand beschweren konnte.

Spielentscheidende Serie

Die zweite Hälfte begann die M1 konzentrierter und mit sichtlich mehr Willen als im ersten Durchgang. Bereits nicht einmal sieben Minuten nach Wiederanpfiff erspielte sich das Team durch konsequente Spielzüge, konzentrierte Distanzwürfe und einen sehenswerten Tempogegenstoß einen Vorsprung von fünf Toren zum 14:19. Also eine Serie von 1:6 Toren, wenn man das reine Ergebnis der ersten Minuten in der zweiten Halbzeit nimmt. Der HSG-Keeper parierte zudem fast alles weg was auf den Kasten kam, das zweite Tor für den Gastgeber fiel erst nach knapp acht Minuten. Als dann auf der Gegenseite die Bälle nahezu reihenweise ins Netz fielen, zwang dies den Trainer der Uhinger zu einer frühen Auszeit. Den Spielern der M1 war die Erleichterung über den gelungen Beginn der zweiten Halbzeit – und man kann es fast so nennen: der vorläufigen Spielentscheidung – anzumerken. Als vom Schiedsgericht die Hallentröte zur Auszeit aktiviert worden war, konnten Mannschafts-Insider spontane Nachahmungen persönlicher Jubelszenarien einzelner Spieler deutlich erkennen.

Nach der Auszeit bekam auch Torhüter Nr. 16 (das ist jetzt natürlich nicht gemäß irgendeiner Rangliste gemeint; die Nummer steht halt auf dem Trikot) der M1 die Chance sich auszuzeichnen. Das gelang ihm auch prompt mit einem abgewehrten Siebenmeter. Viel passierte dann bis zur 50. Minute nicht mehr, die HSG baute den Vorsprung bis dahin kontinuierlich auf 19:26 aus, speziell unsere Nr. 9 schien sich wie schon des Öfteren in dieser Saison einen Sahnetag ausgesucht zu haben. „Jeder Wurf ein Treffer“ ist zwar eine ziemlich platte Floskel und wird vollkommen zu Recht manchmal mit dem Entäußern von mehreren Euro ins Phrasenschwein bestraft, hier trifft es jedoch wie „die Faust aufs Auge“ zu. Auch wenn der ein oder andere Treffer mehr als glücklich und auf Umwegen schlussendlich im Tor landete, der an manchen Tagen auch ebenso gut sein Ziel hätte verfehlen können.

Hektik in der Schlussphase

Die letzten zehn Minuten wurden, obwohl das Spiel bis dahin bereits entschieden war, unnötig hektisch. Leider trug dazu auch der Schiedsrichter bei, der entgegen unserer Nr. 9 offensichtlich keinen Sahnetag erwischt hatte. Aber auch solche Tage gibt es eben; keiner von uns läuft nun mal ohne Unterbrechung barfuß über eine Blumenwiese. Mit ein paar weniger drastischen Entscheidungen und mehr Fingerspitzengefühl hätte er vielleicht ein wenig zur Beruhigung in den Schlussminuten beitragen können. Und im Endeffekt ist dieses „hätte-und-wäre-Thema“ ebenso gut für das Phrasenschwein geeignet. Denn die Spieler beider Teams hatten ihrerseits durch reihenweise verworfener Tempogegenstöße und technischer Fehler großen Anteil daran, dass das Spiel sich nicht so recht beruhigen wollte. Am Ende zeigte die Anzeigetafel den Spielstand von 23:31 an, somit nahm die M1 wieder einmal zwei Punkte aus einer fremden Halle mit.

Ein Gedanke in eigener Sache

Die heimischen Zuschauer gingen in der Hektik der Schlussminuten nicht ganz zimperlich mit der Gastmannschaft und dem Schiedsrichter ins Gericht. Das ist zwar auch nur bedingt in Ordnung, aber in keiner Halle des Universums anders. Man kennt das nur so, kann sich darauf einstellen und es ist deswegen, wenn es im Rahmen bleibt, auch nicht nur eine Millisekunde überraschend. Bemerkenswert jedoch: Zumindest ein Spieler der Gastgeber schien bei einer kleinen Gruppe der heimischen Fans – im Übrigen schon zur ersten Halbzeit – nicht ganz so gut anzukommen, was auch mit dem ein oder anderen Spruch zum Ausdruck kam. Warum das so war, oder ist? Man weiß es nicht. Eine Erklärung wollte uns, die wir direkt vor der besagten Gruppe saßen, nicht wirklich einfallen. Sowas geht eigentlich gar nicht. Also jetzt natürlich nicht, dass wir uns darauf keinen Reim machen konnten (arbeitet hier bitte konzentriert mit!), sondern dass ein Spieler der eigenen Mannschaft solch eine Missachtung findet. Naja, die „Fans“ werden schon wissen, was sie tun... Mir persönlich ist das Getrommel in der Goldäckerhalle jedenfalls weitaus sympathischer, aber das ist freilich Geschmacksache. Und die Gepflogenheiten sind in jeder Halle sowieso anders.

Spannung um den dritten Platz

Wenn wir schon bei den Trommeln sind: Für die M1 stehen noch drei Spiele in dieser Saison aus; zwei davon sind Heimspiele. Aktuell sieht es der Tabelle nach so aus, als würde sich die HSG mit der zweiten Mannschaft aus Dettingen/Erms ein Duell um den dritten Platz liefern. Und das kann man ruhig wörtlich nehmen, denn zufälligerweise ist das auch die Truppe, die als nächstes in der Goldäckerhalle zu Gast sein wird. Das kann dann schon als eine Art Vorentscheidung um den besagten Tabellenplatz gelten, obwohl beide Teams danach noch zwei Mal auf die Platte müssen, bis dann die wohlverdiente Sommerpause ansteht. Spannung dürfte für dieses Spiel also auf jeden Fall garantiert sein. Und darüber hinaus würde sich die M1 ganz, ganz, ganz bestimmt über eine rege Teilnahme und Unterstützung von den Rängen freuen - gerne auch mit Trommeln.

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