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M1: Die passenden Antworten

GoogleMaps sagt, dass der Weg von der Goldäckerhalle bis zur Falkensteinhalle in Grabenstetten rund 45 Kilometer weit ist und dafür fast 50 Minuten aufgewendet werden müssen. Eine ganz schön stolze Entfernung für Teams aus der Bezirksklasse, dazu noch an einem Sonntagnachmittag; das hat fast schon eine Anmutung von Landesliga-Niveau. Also, wir reden natürlich immer noch von der Entfernung… Oder es könnte auch einfach nur bedeuten, dass der Bezirk Esslingen-Teck un-fass-bar groß ist.

Letzten Sonntag hatte die M1 diesen beschwerlichen und auch zeitweise stürmischen Weg auf sich genommen, um das Ligaspiel gegen die Zweite aus Grabenstetten anzutreten. Das Hinspiel wurde zuhause erst in der Schluss-Viertelstunde einigermaßen souverän gewonnen; das ließ darauf schließen, dass es die Grabenstettener für die HSG vor heimischem Publikum nicht unbedingt leichter machen wollten.

Guter Angriff, mäßig motivierte Abwehr

In den ersten Minuten gelang dies den Gastgebern auch ganz passabel, nach fünf Minuten stand es 2:4 für die M1, ein paar Minuten und zwei zu einfache Gegentore später hatte Grabenstetten sich beim Spielstand von 4:5 bis auf ein Tor herangekämpft. Glücklicherweise fingen sich die Jungs aus LE relativ schnell, Tore der Gastgeber konnte man immer wieder kontern, somit passend antworten und die Führung von ein bis zwei Toren halten. Durch einen schönen Tempogegenstoß gelang es sogar, den Abstand auf drei Tore hoch zu schrauben.

Trotz allem hatte man von außen den Eindruck, als sei speziell die Abwehr dem sonst ungewohnten Zeitpunkt des Anpfiffs (Sonntagnachmittag um 14:45 Uhr) nicht ganz gewachsen. Diese war zwar wenig gefordert, trotz allem viel zu leise. Auch die Arme waren größtenteils auf Hüfthöhe und eher selten über dem Kopf zu finden. Freilich könnte man sagen: „Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss!“ Schließlich hatte die HSG als Rückhalt auch einen glänzend aufgelegten Torhüter auf die Schwäbische Alb mitgebracht. Und im Angriff lief eigentlich alles nach Plan: Auch das sehr schön herausgespielte 5:8 der Gastgeber wurde postwendend mit einem ebenso schönen Tor gekontert.

Richtige Zeitpunkte für Auszeiten

Da die Grabenstettener in dieser Phase immer weniger zum Torerfolg kamen, was hauptsächlich an deren Fehlwürfen sowie an unserem Torhüter lag, nahm der Heimtrainer folgerichtig beim 5:11 die erste Auszeit. Den darauf folgenden Spielzug schloss der Gastgeber zwar mit Torerfolg ab, aber auch darauf hatte die M1 mit einem schnellen Tor die passende Antwort parat.

Im Laufe der ersten Halbzeit hielt sich der Abstand von fünf Toren bis in die Schlussphase. Nachdem unser Torhüter einem Siebenmeter stark parierte, den der Gastgeber als Heber ansetzte, gönnte Coach Schwab – nennt man ihn mannschaftsintern überhaupt Coach? Oder Trainer? Lehrmeister? Magister? Übungsleiter oder Instrukteur aber hoffentlich nicht! Man weiß es nicht – seinen Jungs eine Auszeit um zu verschnaufen und das Team auf die letzten drei Minuten vorzubereiten. Bis die beiden Schiedsrichter die durchweg faire erste Halbzeit abpfiffen, gelang es der HSG, den Pausenstand auf ein beruhigendes 10:17 zu erhöhen. Die Auszeit hatte sich also definitiv gelohnt.

Gut reingekommen

Auch der Start in den zweiten Durchgang gelang: Gleich der erste Angriff wurde durch ein überlegtes Kreisanspiel sicher im Netz des Gebälks der Grabenstettener untergebracht. Danach ließ jedoch die Konzentration etwas nach und es folgten starke Minuten beider Keeper. Speziell unser Torhüter konnte sich das ein oder Mal auszeichnen, indem er reaktionsschnell abtauchte und Tempogegenstöße vereitelte.

Aber auch die M1 ging hin und wieder fahrlässig mit Tempogegenstößen um. Zum 13:21 in der 38. Minute saß mal wieder einer der blitzschnellen Angriffe, 30 Sekunden später wiederum nicht. Trotzdem schaffte es die HSG, sich die erste Zehn-Tore-Führung zur 42. Minute zu erspielen, die unsere Nr. 7 durch einen überlegt abgeschlossenen Tempogegenstoß sogar noch erhöhte. Bis zu diesem Zeitpunkt in der 45. Minute war der Gastgeber bereits zehn volle Umdrehungen des Sekundenzeigers torlos.

Wie sagt man schön: Die Messe schien gelesen. Mit einem Vorsprung von zehn Toren und noch verbleibenden 15 Minuten hätte man sich diesen Nachmittag noch etwas ruhiger gestalten können. Leider wich in dieser Phase die Fairness, welche die erste Halbzeit so ausgezeichnet hatte. Kleine Nickligkeiten gab es nun auf beiden Seiten, besonders zwei Spieler schienen sich an diesem Sonntag gesucht und gefunden zu haben. Beobachten konnte man das ziemlich genau, weil man in Grabenstetten als Zuschauer direkt an der Seitenauslinie sitzt beziehungsweise steht und somit so nah wie nur irgendwie möglich dem Spielgeschehen beiwohnt. Zur Beruhigung wurden beide Akteure für jeweils zwei Minuten vom Feld geschickt.

Maximale Siebenmeterquote

Die kurz aufeinander folgenden Siebenmeter verwandelte unsere Nr. 55 gewohnt sicher. In Grabenstetten lag seine Quote bei 100 Prozent, alle acht Strafwürfe lupenrein ausgeführt; die ersten sechs Siebenmeter sogar konsequent immer rechts unten. Da könnte man als Torhüter mit der Zeit auch mal auf den so viel zitierten Trichter kommen, tat er aber für uns glücklicherweise nicht.

Generell schien der Keeper der Heimmannschaft nach den starken Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit etwas abzubauen, was sich unser Angriff zunutze machte. Beispielhaft genannt sei der Distanzwurf der HSG Nr. 9 aus der 51. Minute, der zwar schon gut geworfen war. Jedoch könnte ein Skeptiker den Wurf auch als durchaus haltbar bezeichnen. Glücklicherweise hatte sich das Spiel zu diesem Zeitpunkt wieder etwas beruhigt. Die Angriffe der M1 schienen jetzt wieder mehr Konzept zu haben, auch sehenswerte Kreisanspiele, die es in der ersten Halbzeit und zu Beginn des zweiten Durchgangs gegeben hatte, standen wieder auf dem Programm.

In den letzten Minuten, als das Spiel schon längst gewonnen war, konnte man bei dem einen oder anderen Spieler die Lust am Handball beobachten. Exemplarisch dafür standen die tollen Paraden unseres zweiten Torhüters, die auch von den heimischen Zuschauern in der Falkensteinhalle beklatscht wurden. Ein anderes Beispiel für den Willen und des Nicht-Nachlassens war unsere Nr. 10, der sich trotz kurzen Einsatzzeiten in den Schlussminuten zwei Mal den Ball stark erkämpfte und mit den letzten beiden HSG-Toren des Spiels den 23:33 Endstand festmachte. Somit stand am Ende ein verdienter Auswärtssieg.

Das nächste Mal

Das nächste Spiel findet am kommenden Samstag (16. März) um 20:00 Uhr in der Goldäckerhalle statt. Ein Heimspiel mal wieder, lange musste man sich für dieses Ereignis gedulden. Der Gegner wird die Zweite Mannschaft aus Reichenbach sein. Eine Mannschaft, die zwar aktuell im Mittelfeld der Tabelle steht, aber das Spiel mit Sicherheit deswegen nicht weniger unangenehm sein dürfte. Dennoch ein Ansporn: Sich endlich den ersten Heimsieg im Jahr 2019 zu holen! Die M1 würde sich daher – und auch dies sei mit Sicherheit behauptet – um zahlreiche und lautstarke Unterstützung freuen.

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