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M1: Deutlicher Heimsieg

m1Bereits voriges Wochenende konnte die M1 ziemlich ungefährdet beide Punkte aus der Esslinger Innenstadt mit nach Hause bringen. Innenstadt heißt jetzt natürlich nicht, dass das Spiel auf dem Marktplatz im Freien ausgetragen wurde. Die Schelztor-Sporthalle liegt in Esslingen sehr zentral und hat genau wie die Stadt selber schon Einiges an Erfahrung aufzuweisen, wenn man Erfahrung an der Anzahl der über die Jahrzehnte (-hunderte) dort ausgetragenen Sportveranstaltungen misst. Schon beim Betreten der Halle hatte man das Gefühl, dass hier ganz bestimmt schon historische Figuren wie Wilhelm I. oder Alexander der Große bei Auswärtsspielen ihre Bälle in das damals noch aus Dinosaurierknochen zusammengebundene und etwas windschief dastehende Torkonstrukt warfen. Aber das ist natürlich alles vollkommener Blödsinn, denn Wilhelm I. hat mit Sicherheit nie Handball gespielt.

Aber zurück zum Wesentlichen, denn verdient war der Sieg der M1 allemal: Die Mannschaft des Team Esslingen II konnte lediglich am Anfang des Spiels noch zum 1:1 ausgleichen, den Rest der Spieldauer aber gab die HSG die Führung nicht mehr aus der Hand. Am Ende durfte die M1 durchaus zu Recht ihre bei den mitgereisten Fans bekannte Auswärtssieg-Schraube in der sehr altehrwürdigen Halle drehen.

Was bedeutet das für das aktuelle Spiel?

Um sich jedoch wirklich im oberen Drittel der Tabelle festzusetzen, musste dieser Auswärtssieg am folgenden Wochenende zuhause gegen die zweite Mannschaft aus Neuhausen ebenfalls mit zwei Punkten vergoldet werden. Dass dies durchaus im Bereich des Möglichen lag, verriet ein Blick auf die Tabelle: Hätte man im Wettbüro auf einen Sieg der M1 getippt, dann wäre die Gewinnquote vermutlich nicht allzu hoch gewesen. Doch das ist nur reine Theorie, die Wahrheit liegt mit der Praxis wie immer auf dem Platz und kann nicht selten einige Überraschungen mit sich bringen.

Oder halt auch eben nicht... Denn ein Sieg mit zwanzig Toren Differenz (39:19) spricht schon eine sehr eindeutige Sprache. Dabei sah es zu Beginn gar nicht so sehr danach aus, als wäre ein Kantersieg dieser Größenordnung zu erwarten. Schon im Vorfeld der Begegnung waren sich Teile des Publikums nicht sicher, ob zwei der M1-Akteure der physischen Belastung des Spiels überhaupt gewachsen waren, da diese am Vorabend durch die durchaus raue, anstrengende und fordernde Schule des AH-Kicks geschickt wurden.

Distanzwürfe und ein Spielzug

Zu Beginn prägten viele Distanzwürfe auf beiden Seiten die Partie. Gerechtfertigt waren diese jedoch nur auf Seiten der HSG, da der erste der beiden Torhüter der Neuhäuser Mannschaft nicht gerade einen Sahnetag erwischt hatte. Auch nach dem folgerichtigen Wechsel im Gehäuse änderte sich das Pech – oder je nach Sichtweise: das Glück – im gegnerischen Tor nicht. Im Gegensatz dazu konnte sich der HSG-Keeper des Öfteren durch Paraden auszeichnen.

Auch Spielzüge hatten Seltenheitswert, lediglich der Gastgeber versuchte hin und wieder durch den „dicken Bauch“ zum Erfolg zu kommen. Also zumindest die um drei Generationen ältere Mannschaft hat diesen Spielzug damals so genannt. Wie er heute im Team korrekterweise bezeichnet wird... Keine Ahnung. Den zweiten Versuch dieses Spielzuges schloss der eingelaufene Rechtsaußen jedenfalls mit einem sehenswerten Heber zum 5:4 zu Beginn der achten Minute ab.

Die Sache mit der Anzeigetafel

Da wir gerade bei dieser speziellen achten Minute sind: Den Zuschauern an diesem Heimspieltag wird es aufgefallen sein, dass in der Goldäckerhalle eine neue Anzeigetafel hängt, die aber zu diesem Zeitpunkt bereits schon wieder teilzerstört war. Zumindest fehlten bei der zweiten Ziffer der Zeitanzeige die beiden oberen linken Segmente der Matrix. Wenn nun also ein Zuschauer bei diesem Spiel zu spät gekommen ist, gerade noch den wunderschönen Abschluss des Dicken-Bauch-Spielzuges mitbekommen hat und dann seinen Blick zur Anzeigetafel schweifen lässt, wird er sich vermutlich zunächst mal ziemlich gewundert und eventuell auch geärgert haben. Denn anstelle der tatsächlichen Spieldauer von 7:05 Minuten wurden 1:05 Minuten angezeigt. Und insgesamt neun Tore innerhalb von 65 Sekunden zu verpassen, das wäre tatsächlich sehr ärgerlich gewesen. In der zweiten Halbzeit hingegen prangten von oben oftmals Sachen wie beispielsweise 4d:36 oder 5ɔ:23, was durchaus auch Codenamen für weitere Spielzüge hätten sein können. Verwirrend, zumal darauf auf dem Feld einfach kein weiterer Spielzug zu sehen war…

Stark in Unterzahl

Leider war in der Anfangsphase ansonsten beim Torabschluss auf Außen ein ums andere Mal der Wurm drin. Bereits schon früher als zur 6:4 Führung in der elften Minute hätte es durchaus einmal hachteln dürfen. Im Laufe des Spiels besserte sich aber das Trefferglück, was bei einem so hohen Endstand folglich auf fast jeden Spieler zutraf.

Je älter die erste Halbzeit wurde, desto mehr machte sich der Tabellenstand auch bemerkbar. Die M1 bekam das Spiel zunehmend in den Griff und agierte insgesamt souveräner, die erste Fünf-Tore-Führung war zur 17. Minute zum 11:6 herausgespielt. In der kurz darauf folgenden Unterzahl machte sich der Leistungsunterschied dann deutlich bemerkbar. Durch einen langen und schön herausgespielten Angriff mit erfolgreichem Abschluss und einem (in Unterzahl!) mehr als frei gespielten Außen konnte die zwei Minuten Strafe erfolgreich mit 2:0 gewonnen werden.

Mit einem Spielstand von 17:10 schickte der Schiedsrichter, der die Partie insgesamt gut im Griff hatte, die Mannschaften in die Kabinen.

Hervorragend funktionierende Mannschaft

Zur zweiten Halbzeit gibt es eigentlich nicht allzu viel zu sagen. Dadurch, dass die M1 an diesem Tag einfach offenbar wahnsinnige Lust auf Handball hatte und auch bis zum Ende nicht nachließ, konnte man die zweite Halbzeit mit einem noch deutlicheren Ergebnis von 22:9 für sich entscheiden. Zu so einem hohen Ergebnis beigetragen haben sicherlich auch die in der zweiten Halbzeit immer häufiger werdenden Tempogegenstöße.

Darüber hinaus hat man als Außenstehender – schon vorher, aber bei diesem Spiel insbesondere – gesehen, dass die Mannschaft trotz eines vorzeitig gewonnenen Spiels immer noch gewillt ist, für den anderen zu rennen und sich aufzureiben. Auch bei vorzeitig verlorenen Spielen hatte man in dieser Saison bisher nicht den Eindruck, das Team würde auseinanderfallen, aber an diesem Samstag wurde diese positive Eigenschaft besonders deutlich. Dem Trainer ist es gelungen, so hat es den Anschein, mit der Mischung aus vielen jungen Spielern und ein paar alten Recken ein homogenes und gut funktionierendes Mannschaftsgefüge zu formen. Ohne dieses hätte man das Spiel gegen die Zweite aus Neuhausen eventuell auch gewinnen können, aber definitiv nicht mit einem Kantersieg von 39:19.

Rege Beteiligung beim nächsten Spiel erhofft

Diesen Samstag (15.12.2018) wird der letzte große Heimspieltag in diesem Jahr stattfinden. Die einzelnen Teams – und so auch die M1, die diesen Spieltag mit dem letzten Spiel um 20 Uhr bei hoffentlich voll funktionierender Anzeigetafel beschließen darf – würden sich mit Sicherheit über zahlreiche Zuschauer freuen, die das Spielgeschehen mit ihrer Stimme und ihrem unvergleichlichen Rhythmusgefühl an den Trommeln positiv beeinflussen. Denn eine Niederlage möchte ja schließlich niemand mit ins neue Jahr nehmen.

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