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M1: Das Nachspiel

m1Der Titel kann zugegeben leicht falsch verstanden werden. „Nachspiel“ bedeutet jedoch in diesem Fall nichts Schlechtes oder gar Bösartiges. Denn am vergangenen Spieltag (3. November) sollte es das erste Mal in dieser Saison sein, dass die beiden ersten aktiven Teams der HSG nacheinander ihre Spiele austragen durften. Und nach dem ziemlich großartigen und spannenden Spiel der Damen, die mit 26:22 den - bis zu diesem Zeitpunkt - punktgleichen Tabellen-Nachbarn aus Heinigen nach Hause schickten, war das Team der M1 an der Reihe. Mit diesem Sieg stehen die Damen übrigens als Aufsteiger aktuell mit 12:6 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Wenn ein profaner Spielbericht wie dieser jetzt Beifall klatschen könnte, er würde es tun.

Im Anschluss daran lief wie erwähnt die M1 aufs Parkett. Es ist ein wenig eigenartig - und auf diesen Gedanken kann man als jemand ohne Einblick in die Interna des Vereins schon mal kommen - dass die BW-Oberliga (4. Liga!) das Vorspiel für die Bezirksklasse Esslingen/Teck ist. Wenn man auf ein Konzert geht, würde man ziemlich aus der Wäsche gucken, wenn die Band, die in großen Lettern von der Eintrittskarte prangt, den Anheizer für die Vorband geben würde. Aber ich schweife ab...

Zurück zum Nachspiel

Wirklich viel zu erzählen gibt es in der ersten Halbzeit nicht. Gegen den Tabellenletzten hätte man eigentlich ein vermeintlich leichtes Spiel erwartet, und im Angriff schien das zu Beginn tatsächlich auch so zu sein. Die gegnerische Abwehr glich meinem Lernmotto damals in der Schule: Mut zur Lücke. Was bei mir natürlich mehr schief als gut ging, gilt in diesen ersten Minuten auch für die Grabenstettener Abwehr. Kein Aufbau der HSG-Angriffe musste komplett von links nach rechts mit Druck durchgespielt werden. Das Loch in der Abwehr des Gegners fand sich einfach zu schnell, und der Torhüter dahinter schien gedanklich noch in der Kabine zu weilen.

Leider aber hatte Grabenstetten außer einer Abwehr auch einen Angriff in die Goldäckerhalle mitgebracht. Und der schien beim munteren Torewerfen ebenfalls mitmischen zu wollen. Jedenfalls stand es nach fünf Minuten bereits 5:5, und jeder kann sich das finale Resultat ausrechnen, falls diese Intensität beibehalten worden wäre. Wurde sie aber nicht, das dürfte auch jedem klar sein. In der Folge hatte der Gegner jedoch das glücklichere Händchen, so dass die M1 beim Stand von 8:12 eine Auszeit nehmen musste. Danach kam man zwar langsam ins Spiel, der Ausgleich zum 14:14 fiel aber erst zur 27. Minute. Der Pausengong - oder besser: gesagt diese unglaublich nervende Hallentröte - erreichte das Spiel beim Stand von 17:18. Es ging also mit einem leichten Rückstand in die Kabine.

Gaspedal im zweiten Abschnitt endlich entdeckt

Der Start in die zweite Halbzeit gelang - wenn man es mal so ausdrücken möchte - überhaupt nicht. Aus dem 17:18 zur Pause machte Grabenstetten sehr schnell ein 17:20. Danach aber drehte die M1 auf, der Gleichstand zur Aufholjagd gelang in der 37. Minute zum 20:20. Die erste deutliche Führung erspielte man sich neun Minuten später beim 29:25.

Leider kam dieses Spiel nicht ohne rote Karte aus. Bei einem schnellen Angriff der Grabenstettener hakte sich einer der erfahreneren Spieler auf Außen geschickt mit seinem Wurfarm bei unserem Abwehrspieler am Sechs-Meter-Kreis ein. Die klare Regelauslegung: rot. Wenn man aber bedenkt, dass unser Abwehrspieler eigentlich noch in der A-Jugend spielt und diese Aktion ein paar Minuten vor Schluss bei einem deutlichen Rückstand passierte, kann man schon mal die Frage stellen: Muss man diese rote Karte tatsächlich so provozieren, auch wenn die Regel sie klar hergibt? Das über weite Strecken gut pfeifende Schiedsrichtergespann konnte die Aktion auch nur mit einem Schulterzucken quittieren, als sie die rote Karte zückten. So sind eben die Regeln, ihnen blieb keine andere Wahl.

Viel eingebracht hatte diese ganze Aktion ohnehin nicht. Der dazu gehörende Siebenmeter wurde stark vom Keeper pariert. Die M1 entschied die paar Minuten danach mit 5:1 für sich, so dass am Ende aufgrund der zweiten Halbzeit ein verdienter 37:29 Sieg auf dem Konto verbucht werden konnte.

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