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M1: Achterbahnfahrt geht weiter

m1Passend zum Wasen präsentierte sich in den letzten Wochen die M1 der HSG. Denn nach der nun offenbar auch im Handball eingeführten englischen Woche Anfang Oktober, die mit einem unerwarteten aber dafür umso höher zu wertenden Sieg gegen die zweite Mannschaft aus Wolfschlugen begann, mit einer ärgerlichen Niederlage gegen Plochingens „Zweite“ ihre Fortsetzung fand und mit einem spannenden wie ereignisreichen Spiel mit dem TSV Weilheim als Gegner endete, könnte man schon den Eindruck gewinnen, man befände sich in einem der Fahrgeschäfte auf Stuttgarts (un-)beliebtestem Volksfest. Oder alternativ im Bierzelt, falls sich der ein oder andere mit diesem Vergleich besser aufgehoben fühlt; denn dort soll es ja der Legende nach auch ab und an mal drunter und drüber gehen.

Dass genau dies nicht passiert und man beim Spiel gegen Weilheim nicht unter dem metaphorischen Biertisch zu enden drohte – vom Kater am nächsten Tag ganz zu schweigen – hatte sich die M1 Unterstützung aus der 1b geholt. So stieß zum relativ jungen Team mit Mark Alexander sowie dem Daniel-Duo Hachtel und Wirtz eine geballte Ladung an Erfahrung zur Mannschaft. Eine Maßnahme, welche das Durchschnittsalter im Vergleich zum vorherigen Spiel gegen Plochingen von 23,18 auf 24,14 Jahre gar nicht mal so drastisch anhob, wie man das eigentlich hätte erwarten dürfen. Glückwunsch dazu, die Herren!

Ein klein wenig Deutschunterricht

Der Gast aus Weilheim hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Spiel in der Liga verloren. Einer in den entscheidenden Phasen konzentrierten und auch konsequenten Leistung des HSG-Teams ist es zu verdanken, dass die Weilheimer bei diesem Aufeinandertreffen nur ein einziges Mal in Führung lagen – nämlich beim 6:7 in der zwölften Minute – und somit ihrer leichten Favoritenrolle nicht gerecht werden konnten. Die Spannung holte sich das Spiel aus dem Wechsel der größtenteils hauchdünnen Führung der HSG mit einer Differenz von jeweils ein bis drei Toren, und dem gelegentlichen Ausgleich der Weilheimer. Erstmals davonziehen konnte der Gastgeber in der 16. Minute, als ein Siebenmeter sehenswert durch unseren Torhüter pariert und der direkte Gegenstoß nicht minder schön mit dem 10:7 abgeschlossen wurde. Die erste Drei-Tore-Führung des Spiels, welche in den kommenden Minuten jedoch bis zum Stand von 13:13 wieder dahinschmolz (…oder dahinschmelzte, dahinschmalzte? Das klingt alles irgendwie ziemlich bescheuert; wie heißt das denn richtig? Man weiß es immer weniger, je länger man drüber nachdenkt…). Jedenfalls folgerichtig: die Auszeit in der 23. Minute.

Diese zeigte Wirkung: Im Anschluss baute die HSG die Führung wieder auf 15:13 aus, unter anderem durch einen grandiosen Distanzwurf unserer Nr. 9 und einem eher schon instinktiv abgewehrten Gegenstoß unseres Torhüters, welcher in Bruchteilen von Sekunden seinen Fuß seitlich auf Brusthöhe schwang und so den Ball um das Tor lenkte. Respekt dafür, manch einer hätte es auf dieser Höhe ja auch profan mit der Hand versucht, aber wer’s kann, warum nicht? Es sah jedenfalls beeindruckend aus. Nach einer weiteren darauf folgenden Auszeit durch die Weilheimer ging es mit einem Halbzeitstand von 17:16 in die Kabine.

Privatduell gewonnen

Die ersten Minuten nach Wiederanpfiff gehörten unserer Nr. 9 und der Nr. 11 der Weilheimer. Offenbar hatten sich beide in der Pause kurz getroffen und sich gegenseitig zu einem kleinen Privatduell im Torewerfen herausgefordert, denn andere Torschützen gab es in diesem Abschnitt nur sehr, sehr vereinzelt. Die beiden Außen der HSG durften mit jeweils einem Törchen kurz dazwischenfunken, ansonsten traute sich aber niemand. In der Gesamtbilanz nach 60 Minuten hatte unser Spieler mit 11:4 Toren eindeutig die Nase vorn und konnte diese kleine Fehde am Rande für sich entscheiden. Generell hatte er mit seinen zahlreichen Toren aus dem Rückraum einen echten Sahnetag erwischt.

Aber auch auf diese Weise konnte sich die M1 keine halbwegs beruhigende Führung herauszuspielen; Weilheim glich diese zu diesem Zeitpunkt immer wieder aus. Zur 45. Minute gelang es dann, sich erstmals in der zweiten Hälfte einen Zwei-Tore-Vorsprung zu erwerfen. Wenig später folgte nach dem 28:26 ein Torhüterwechsel, der sich durch die reine Leistung eigentlich nicht erklärte, aber sich danach dennoch als richtig rausstellen sollte. Denn frisch von der Bank parierte „der Neue“ gleich vier Angriffe des Gegners sauber vom Tor weg und sorgte so dafür, dass Weilheim innerhalb von knapp sechs Minuten das Runde eben nicht im Eckigen unterbrachte. Die Mannschaft vor ihm konnte den Vorsprung somit erstmals auf vier Tore zum 30:26 ausbauen. Eine Doppelparade zum Schluss happyendete (ja, das ist tatsächlich ein im Duden eingetragenes Wort!) schließlich den verdienten 34:31 Erfolg der HSG.

Lange Pause

Bis zum nächsten Spiel müssen Mannschaft und Zuschauer sich noch ein wenig gedulden. Durch ein spielfreies Wochenende und die Feierei auf dem Krautfest findet die Saison für die M1 erst am 27. Oktober um 18:00 Uhr in Bad Urach wieder statt. Dazwischen werden, wenn es soweit ist, insgesamt drei Wochen Regeneration und mit Sicherheit intensives Training gelegen haben, sodass man die besagte Achterbahn dann hoffentlich auch wieder verlassen hat und der Zuschauer auf etwas mehr Konstanz im Spiel hoffen darf. Das Treiben auf dem Wasen wird sich zu diesem Zeitpunkt ja ebenso bis zum Frühlingsfest für ein halbes Jahr verabschiedet haben (…zum Glück!).

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